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RW-Wissenschaftler an neuer CO2-Pilotanlage beteiligt





Wissenschaftsministerin Schulze lobt die Kooperation von Wissenschaft und Industrie: „Hier wird Fortschritt spürbar“

Im Beisein von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze ist in Leverkusen eine Pilotanlage zur Kohlendioxid-Nutzung in Betrieb genommen worden. An dem Projekt „Dream Production“ der Unternehmen Bayer Technology Services und RWE Power sind auch Forscherinnen und Forscher der RWTH Aachen beteiligt. Mit der Arbeit soll das bei Verbrennung entstandene, schädliche Klimagas CO2 umgewandelt und für neue Materialien nutzbar gemacht werden, die Rohstoffe wie Erdöl einzusparen helfen. Später sind daraus auch Produkte denkbar, etwa in der Wärmedämmung, mit denen wiederum CO2 eingespart werden kann. „Mit den Forschungsleistungen aus NRW stehen wir hier an einem Ort, an dem Fortschritt spürbar ist“, so Ministerin Schulze.

Die Landesregierung werde den Produktionsstandort Nordrhein-Westfalen durch eine nachhaltige Industriepolitik stärken, erklärte die Ministerin. „Dass hier aus einem klimaschädlichen Abfallprodukt ein Ressourcen schonender Rohstoff wird, ist ein Musterbeispiel für gelungene und zukunftsweisende Kooperation“, sagte Schulze.

Die Ministerin kündigte an, dass das Land die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit weiter forcieren werde. Voraussichtlich im Sommer 2011 kann ein Forschungscluster „Nachhaltige Synthese“ („SusChemSys“) seine Arbeit beginnen, an dem sich fünf Universitäten und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung sowie Industriepartner beteiligen wollen. Das Land NRW hat dem Cluster die erforderliche Förderung in Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Die Forscherinnen und Forscher wollen an Methoden und Technologien für nachhaltige Synthese chemischer Produkte arbeiten. Zum „SusChemSys“ gehört auch eine Graduiertenschule für Nachwuchswissenschaftler.

Die jetzt in Betrieb genommene CO2-Pilotanlage in Leverkusen wird auch möglich durch die Arbeit des Katalysezentrums CAT der RTWH Aachen. Am Ende des Umwandlungsprozesses stehen Polyurethane, die später hoch effizient in nachhaltigen Produkten eingesetzt werden könnten: als Dämmmaterial, zur Gewichtsverringerung bei Automobilen oder in hochwertigen Matratzen und Polstermöbeln. An der dafür erforderlichen Forschung sind nordrhein-westfälische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt. „Dream Production“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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Erstellt von an 17. Feb 2011. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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