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PV-Blendgutachten am Dubai Airport





Dubai International Airport plant eine PV-Dachanlage mit einer Leistung von 4,989kWp auf dem Dach seines 63,000m²großen Terminal 2. Diese größte Solaranlage auf einem Flughafen im Mittleren Osten, besteht aus 15.000 PV-Modulen, die jährlich 7.400 MWh generieren sollen.

Es ist kein Geheimnis, dass der Energiebedarf pro Kopf in Dubai zu einem der höchsten der Welt gehört. Dies wird einerseits durch die niedrigen Energiepreise (wegen der reichhaltigen Öl- und Gasvorkommen in der Region) und andererseits vom hohen Energiebedarf für Kühlung und Meerwasserentsalzung verursacht. Umso wichtiger sind die zahlreichen Solar-Projekte, die Dubai seit jüngster Vergangenheit umsetzt und die zu den größten der Welt gehören. Mit ihnen will Dubais Clean Energy Strategy bis 2030 25% der Energie aus erneuerbaren Quellen schöpfen.

Da am Flughafen viel Verkehr ist, dürfen die Fluglotsen und Piloten keine Fehler machen. Reflexionen von Glasflächen könnten die Air Traffic Controller am Flughafen-Tower blenden. Die Fluglotsen müssen aber jederzeit ungehindert in Richtung der Landebahn, Rollwege und Anflugsektoren blicken können. Blendungen von den PV-Modulen könnten dies verhindern. Für den Fall, dass ein Fluglotse keinen Sichtkontakt zu den Flugzeugen hat, muss er sich vollständig auf die Radarinstrumente verlassen und die Abstände der startenden und landenden Flugzeuge größer einteilen, um zusätzliche Sicherheit zu bekommen. Die Verlängerung von Flugzeug-Abständen kostet den Flughafen aber wertvolle Zeit – die Kapazität der Landebahn wird reduziert.

Zehndorfer Engineering wurde daher beauftragt ein Blendgutachten für die geplante PV-Anlage durchzuführen. Die Firma hat schon ganz ähnliche Blendgutachten für den Flughafen Wien und den Flughafen München durchgeführt. Die Berechnungen haben geholfen Blendungen des Towers und der Piloten zu vermeiden. Im Falle von gefährlichen Reflexionen kann der Winkel der PV-Module geändert werden, was auch schon bei einigen Solaranlagen so durchgeführt wurde. Im Gegensatz zu dem Fall am Manchester Airport (wo dies erst erkannt wurde, nachdem die Blendungen aufgetreten waren) entstehen dadurch in der Planungsphase faktisch keine zusätzlichen Kosten

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Erstellt von an 12. Jul 2019. geschrieben in Photovoltaik, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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