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Preise runter, Kundenzahlen rauf





Die Vattenfall Europe Wärme AG konnte im Jahr 2010 in Hamburg rund 7.400 Wohneinheiten zusätzlich an das Fernwärmenetz anschließen und setzt damit das starke Wachstum der vergangenen Jahre fort. „Fernwärme ist im Vollkostenvergleich deutlich günstiger als Gas- und Ölheizungen. Das führt bei uns zu einer stärkeren Nachfrage“, so Dirk Westphal, Leiter Fernwärme bei Vattenfall in Hamburg.
Die Preise für Fernwärme in Hamburg, die sich an Energiepreisindizes orientieren, sind im Jahresvergleich um 2,7 Prozent gesunken. Diese Preissenkung hat sich bei den meisten Verbrauchern auf der Jahresabrechnung jedoch nicht bemerkbar gemacht: „Durch den lang andauernden Winter lag die Jahresdurchschnittstemperatur im vergangenen Jahr rund 1,5 Grad unter dem Vorjahreswert. In der Konsequenz haben die Hamburger länger und intensiver heizen müssen“, erklärt Westphal. Vattenfall hat in 2010 den Fernwärmeabsatz in der Hansestadt um 15 Prozent gesteigert.
Der Fernwärmeanteil am Wärmemarkt Hamburg lag bei der letzten Erhebung im Jahr 2006 bei 17,1 Prozent. Aufgrund des starken Wachstums in den vergangenen vier Jahren geht Vattenfall aktuell von einem Marktanteil von über 18 Prozent aus – Tendenz steigend. Derzeit werden in Hamburg rund 438.000 Wohneinheiten mit Fernwärme versorgt. Bis 2020 hat sich das Unternehmen 480.000 Wohneinheiten zum Ziel gesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert Vattenfall erheblich in den Ausbau des Leitungsnetzes. Im Stadtteil Horn wird derzeit für zehn Millionen Euro eine zusätzliche Rohrleitung gebaut.
Neben den Vollkostenvorteilen ist es auch die große Platzersparnis, die für die Fernwärme spricht. Statt aufwendiger und flächenintensiver Heizungstechnik ist für den Fernwärmeanschluss nur ein vergleichsweise kleiner Wärmetauscher vor Ort erforderlich. „Bei den hohen Quadratmeterpreisen für Wohnraum in Hamburg ein zusätzliches Argument für die Fernwärme“, so Westphal.
Vattenfall plant, auch im Bereich der Fernwärme verstärkt auf Biomasse zu setzen. Im vergangenen Jahr wurde das Biowärme-Produkt „Natur Mix“ in Hamburg eingeführt. Der Kunde kann dabei wählen, zu wie viel Prozent seine Wärme aus Biomasse, beispielsweise naturbelassenen Holzhackschnitzeln, erzeugt werden soll. Bei einem Anteil von 100 Prozent ist die Wärme klimaneutral.
Das Fernwärmenetz in Hamburg stützt sich auf eine Infrastruktur von über 800 Kilometern Rohrleitung und verteilt sich auf ein Hauptnetz und zwei sogenannte „Inselnetze“, die aus zwei Blockheizkraftwerken gespeist werden.
Der Ausbau der Fernwärmeversorgung ist ein zentraler Bestandteil der Pläne Vattenfalls zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen. Allein durch den Wechsel von konventionellen Öl- und Gasheizungen hin zur Fernwärme kann pro Jahr und Haushalt rund eine Tonne CO2 eingespart werden.

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Erstellt von an 25. Feb 2011. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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