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Partner einigen sich auf Anfangsfinanzierung zum Start eines Projekts zur Umwandlung von Abfall in Chemierohstoffe in Rotterdam





– Das Projekt ist das erste seiner Art in Europa zur Bereitstellung
einer nachhaltigen Alternativlösung für nichtrecycelbare
Kunststoffe und andere Mischabfälle.

Ein Konsortium von Unternehmen bestehend aus Air Liquide,
AkzoNobel Specialty Chemicals, Enerkem und dem Hafen von Rotterdam
(Port of Rotterdam) hat eine Projektentwicklungsvereinbarung
unterzeichnet, die die Anfangsinvestitionen in eine hochmoderne
Anlage zur Umwandlung von Abfall in Chemierohstoffe in Rotterdam
regelt. Die Anlage wird die erste ihrer Art in Europa sein, um eine
nachhaltige Alternativlösung für nichtrecycelbare Abfälle
bereitzustellen, indem sie Kunststoffabfälle und andere Mischabfälle
in neue Rohstoffe umwandelt.

Die Anfangsinvestitionen in Höhe von 9 Mio. Euro decken die
detaillierte Konzeption, die Gründung eines speziellen Joint-Ventures
und den Abschluss des Genehmigungsprozesses ab. Das Konsortium
beabsichtigt, die endgültige Investitionsentscheidung (Final
Investment Decision – FID) über das Projekt mit einer geschätzten
Höhe von 200 Mio. Euro zu einem späteren Zeitpunkt 2018 zu fällen und
hat die niederländische Rabobank als leitenden Berater für den
Finanzierungsprozess beauftragt.

Die Realisierung des Projekts wird durch das niederländische
Ministerium für Wirtschaftsangelegenheiten und Klimapolitik
unterstützt, das sich verpflichtet hat, Mechanismen und Vorschriften
auszuarbeiten, die helfen sollen, diese neue Technologie zum vollen
Einsatzumfang zu bringen, um die Klimaziele der niederländischen
Wirtschaft zu unterstützen. Ferner wird das Projekt von der Stadt
Rotterdam, der Provinz Zuid-Holland und von InnovationQuarter, der
regionalen Entwicklungsagentur, unterstützt.

Die Anlage wird bis zu 360.000 Tonnen Abfälle in 220.000 Tonnen
(270 Mio. Liter) umweltfreundliches Methanol umwandeln. Zum
Vergleich: Das entspricht der gesamten jährlichen Abfallmenge von
700.000 Haushalten und stellt CO2-Emissionseinsparungen von etwa
300.000 Tonnen dar.

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt und ein
bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen und
kreislaufbasierten chemischen Industrie“, sagte Marco Waas, Leiter
von FE&I bei AkzoNobel Specialty Chemicals, das den Lenkungsausschuss
des Konsortiums leitet. „Angesichts der aktuellen Herausforderungen
beim Kunststoffrecycling in Europa kommt die Vereinbarung genau zur
richtigen Zeit. Wir können nichtrecycelbare Abfälle in Methanol
umwandeln, ein grundlegender Rohstoff für zahlreiche Produkte des
täglichen Lebens wie unter anderem kohlenstoffarmer
Transportkraftstoff. Dieses kann nicht nur in bestehenden
Lieferketten verwendet werden und fossile Quellen ersetzen, sondern
vermeidet auch CO2-Emissionen, die ansonsten bei der
Abfallverbrennung entstehen.“

Die Anlage wird im Gebiet von Botlek des Rotterdamer Hafens
mithilfe von Enerkems geschützter Technologie gebaut und soll
nichtrecycelbare Mischabfälle, einschließlich Kunststoffe, in
Synthesegas und dann in sauberes Methanol umwandeln, das in der
chemischen Industrie und im Transportsektor zum Einsatz kommt. Bisher
wird Methanol in der Regel aus Erdgas oder Kohle erzeugt. Die Anlage
wird über zwei Produktionslinien verfügen, was der doppelten
Aufnahmekapazität von Enerkems großtechnischer Anlage in Edmonton,
Kanada, entspricht. Dabei wird sie von der hochmodernen Infrastruktur
profitieren, die im Hafen von Rotterdam zur Verfügung steht, sowie
von Synergien mit Air Liquide (Großindustrien) zur Belieferung mit
dem erforderlichen Sauerstoff und zusammen mit AkzoNobel mit dem
Rohstoff Wasserstoff. AkzoNobel ist außerdem auch ein Abnehmer für
das Methanol.

„Dies ist ein weiterer aufregender und wichtiger Schritt, der uns
dem ersten Spatenstich beim Bau unserer allerersten fortschrittlichen
Bioraffinerie in Europa 2018 näher bringt“, sagte Vincent Chornet,
Präsident und Geschäftsführer von Enerkem. „Als Teil dieses
innovativen Konsortiums wird Enerkem der Technologielieferant,
führender Auftragnehmer sowie ein Eigenkapitalpartner bei dem Projekt
sein.“

Informationen zu Enerkem

Enerkem stellt Biokraftstoffe und erneuerbare Chemikalien aus
Abfall her. Mit seiner geschützten, disruptiven Technologie wandelt
Enerkem nichtrecycelbaren, nichtkompostierbaren städtischen
Feststoffabfall in Methanol, Ethanol und andere häufig eingesetzte
chemische Zwischenstoffe um. Der Hauptsitz von Enerkem befindet sich
in Montréal, Québec, in Kanada. Das Unternehmen betreibt eine
vollwertige kommerzielle Anlage in Alberta sowie ein
Innovationszentrum in Québec. Enerkem errichtet derzeit mithilfe
seiner modularen Herstellungsmethodik in Fertigbauweise überall auf
der Welt weitere Bioraffinerien. Enerkems Technologie diversifiziert
die Energieerzeugung, macht tägliche Gebrauchsartikel
umweltfreundlicher und bietet eine intelligente und nachhaltige
Alternative zu Mülldeponien und Müllverbrennung.

http://www.enerkem.com

Medienarbeit:

Pierre Boisseau

Leiter

Kommunikation und Marketing, Enerkem Inc.

+1-514-875-0284

pboisseau@enerkem.com

Original-Content von: Enerkem, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1581679

Erstellt von an 19. Feb 2018. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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