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Ohne Wiedervereinigung kein Nationales Naturerbe / DBU Naturerbeübernahm Flächen vom Bund in West und Ost als “Denkmäler des Friedens”





Dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges ist es auch zu
verdanken, dass es heute das Nationale Naturerbe gibt – eine Initiative des
Bundes, bei der die Regierung rund 156.000 Hektar vor allem ehemalige
militärische Übungsflächen in West und Ost zu Naturschutzzwecken an
Bundesländer, Verbände oder Stiftungen übertragen hat. Das gemeinnützige
Tochterunternehmen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe,
hat seit 2008 die Verantwortung für 71 Flächen bundesweit mit rund 70.000 Hektar
übernommen. Anlässlich der Feierlichkeiten zu “30 Jahre Mauerfall” bezeichnet
DBU-Generalsekretär Alexander Bonde die Liegenschaften als “Denkmäler des
Friedens”: “Dass die Bundesregierung die ehemaligen militärischen Übungsplätze
als Nationales Naturerbe ausweisen konnte, ist maßgeblich dem Friedensprozess
der vergangenen Jahrzehnte zu verdanken. So können die Flächen als Raum der
biologischen Vielfalt erhalten werden.”

Ehemals militärisch genutzte Übungsplätze nun Teil des Nationalen Naturerbes

Im wiedervereinigten Deutschland wurden viele ehemals militärisch genutzte
Übungsplätze der Bundeswehr sowie alliierter Streitkräfte und der ehemaligen
Nationalen Volksarmee der DDR nicht mehr gebraucht. Zudem musste geklärt werden,
was mit dem ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet, dem Grünen Band, sowie
früheren Braunkohletagebauen und Flächen aus dem DDR-Volksvermögen passieren
sollte. Sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland waren dort vielfach wichtige
Refugien wie etwa Sandmagerrasen oder Heiden für seltene Tier- und Pflanzenarten
entstanden. Zudem waren die Militärflächen ähnlich wie die ehemaligen
Braunkohletagebaue oft sehr groß und vergleichsweise wenig durch Straßen oder
Siedlungen durchschnitten. Die Sicherung dieser naturschutzfachlich wertvollen
Bundesflächen wurde 2005 dann als “Nationales Naturerbe” erstmals im
Koalitionsvertrag von CDU und SPD aufgenommen und in den folgenden
Legislaturperioden weitergeführt. “Die Ausweisung der Flächen kennzeichnet einen
Meilenstein in der Geschichte des deutschen Naturschutzes. Ohne die
Wiedervereinigung und den Frieden in Europa hätte diese Natur in Deutschland im
Zweifel 156.000 Hektar weniger Raum”, ist sich Bonde sicher.

DBU Naturerbe: mehr Naturnähe in Wäldern und Pflege des Offenlandes

Die DBU-Tochter übernahm seit 2008 vor allem ehemalige militärisch genutzte
Übungsplätze vom Bund in insgesamt zehn Bundesländern in Ost und West. Dabei
flankiert die Arbeit im DBU Naturerbe die Bemühungen der Bundesregierung: Bis
2020 sollen insgesamt fünf Prozent der deutschen Waldfläche dauerhaft aus der
forstlichen Nutzung herausgenommen werden. “Die Wälder im Nationalen Naturerbe
leisten einen wesentlichen Baustein, um dieses Ziel zu erreichen”, weiß Bonde.
Im Naturerbe ginge es aber nicht nur darum, Natur Natur sein zu lassen. Im
Offenland helfe das DBU Naturerbe, durch Pflege die Artenvielfalt zu schützen.
In Zeiten intensiver Landwirtschaft seien halboffene Landschaften wie
Übergangsbereiche vom Wald zur Wiese selten geworden, als “Hotspots der
Biodiversität” aber besonders wertvoll.

Hinweis an die Redaktionen: Ergänzend zu dieser Pressemitteilung haben wir unter
https://www.dbu.de/123artikel38453_2618.html ein Interview mit einem
Bundesförster veröffentlicht, der seit knapp 35 Jahren den ehemals militärisch
genutzten und heute zum DBU Naturerbe gehörenden Authausener Wald in Sachsen
betreut.

Pressekontakt:
Franz-Georg Elpers
– Pressesprecher –
Katja Behrendt
Jessica Bode

Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
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Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 7. Nov 2019. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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