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Neustart für Flüssiggas-Terminal in Wilhelmshaven: Landesregierung in Hannover arbeitet an abgespeckter Version





20. Oktober 2015 – Jahrzehnte nach den ersten
Plänen unternimmt das Land Niedersachsen einen neuen Anlauf für den
Bau eines Flüssiggas-Terminals in Wilhelmshaven. Die Landesregierung
arbeite an einer abgespeckten Variante der ursprünglich geplanten
Anlage, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) dem
Wirtschaftsmagazin –Capital– (Ausgabe 11/2015, EVT 22. Oktober). So
solle das Projekt für Investoren attraktiver werden.

Der Neustart ist eine Folge des Konflikts zwischen Russland und
der Ukraine und könnte die Abhängigkeit Deutschlands von russischem
Gas reduzieren. Trotz ausgiebiger Vorarbeiten hatte der
Energiekonzern Eon die Pläne für ein deutsches Flüssiggas-Terminal im
Jahr 2008 gestoppt, weil er bei geschätzten Investitionskosten von
bis zu 1,5 Mrd. Euro keine wirtschaftliche Perspektive für das
Projekt sah.

Um die Baukosten zu reduzieren, könnte das Flüssiggas nicht an
Land, sondern an Bord der Spezialtanker regasifiziert werden, sagte
Lies. „Wir sind in engen Gesprächen, das Terminal eher in einer
reduzierten Form zu machen, die aber auch den Gastransfer möglich
macht“, sagte Lies. „Ich könnte mir vorstellen, dass die
Investitionen dann vielleicht bei einem Zehntel liegen“, so der
Wirtschaftsminister gegenüber –Capital–.

Derzeit decken Importe aus Russland knapp 40 Prozent des deutschen
Gasbedarfs. Als Reaktion auf die russisch-ukrainischen Gaskonflikte
haben zuletzt auch Staaten wie Polen und Litauen den Bau eigener
Terminals für Flüssiggas (LNG) begonnen. Sie sollen bald in Betrieb
gehen.

Pressekontakt:
Timo Pache, Chefredaktion –Capital–,
Tel. 030/220 74-5125
E-Mail: pache.timo@capital.de
www.capital.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1277852

Erstellt von an 20. Okt 2015. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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