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Naturgefahren im Alpenraum – Neue Entscheidungshilfen für Kommunen und Risikomanager





Drohende Naturgefahren, wie Hangrutschungen stellen Kommunen vor enorme Herausforderungen. Der Klimawandel erhöht den Handlungsdruck, vor allem im Alpenraum. Neue Entscheidungshilfen erleichtern nun das erfolgreiche Managen von Naturgefahren und die Antwort auf Fragen, wie: Welche Schutzmaßnahmen sind nötig, welche Kosten vertretbar? Wie hoch ist das Restrisiko, wer entscheidet und kommuniziert was? Das Alpenforschungsinstitut (AFI), Garmisch-Partenkirchen hat dazu im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums drei Dokumentationen erarbeitet.

Anton Loipersberger vom Referat „Alpine Naturgefahren“ des Bayerischen Landesamtes für Umwelt kennt die Problematik: „Die Verwundbarkeit und das Risikopotenzial steigen im Alpenraum aufgrund der intensiven Nutzungen an. Um den hohen Qualitätsstandard im Risikomanagement in Bayern zu erhalten und zu verbessern, brauchen wir den ständigen Erfahrungsaustausch auf allen Ebenen.“

Dazu holte das Umweltministerium Ende 2009 im Rahmen des EU-Projekts AdaptAlp Experten aus dem gesamten Alpenraum an einen Tisch, das AFI bündelte deren Empfehlungen für integriertes Risikomanagement. Verantwortliche aus Kommunen, Wasserwirtschaft etc. unterzogen diese Vorschläge dann einem Praxis-Test anhand zweier konkreter Fallbeispiele. Als dritte Etappe testete die Gemeinde Immenstadt – „gebranntes Kind“ angesichts der Hangrutschung 2006 am Immenstädter Horn – gemeinsam mit Einsatzkräften und anderen lokalen Akteuren das in der Schweiz entwickelte online-Instrument „RiskPlan“. Dieses flexible Planungstool bereitet lokale und regionale Daten zu pragmatischen Entscheidungshilfen auf.

Daraus stellte das AFI drei Dokumentationen zusammen. Sie helfen Entscheidungsträgern im Bereich Risikomanagement, sich den Folgen des Klimawandels zu stellen, und fördern einen erfolgreichen Risikodialog. Denn: „In Zukunft gilt es vor allem, im Dialog mit den Gemeinden und Bürgern das Bewusstsein für die unvermeidlichen Restrisiken zu wecken und deren Folgen in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten auf ein vertretbares Maß zu verringern“, erklärt Anton Loipersberger.

Die Dokumentationen sind kostenlos im Alpenforschungsinstitut (AFI) erhältlich. E-Mail: info@alpenforschung.de – www.alpenforschung.de

AdaptAlp wird im Rahmen des EU-Alpenraumprogramms gefördert und läuft unter Federführung des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit bis Juni 2011. www.adaptalp.org

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=265324

Erstellt von an 28. Sep 2010. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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