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NABU-Wintervogelzählung bricht alle Rekorde





Deutschland ist ein Land der Vogelfreunde – so das
Fazit des NABU zum Ende der ersten bundesweiten Wintervogelzählung.
Gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) hatte
der Verband vom 6. – 9. Januar zur großen Mitmach-Aktion „Stunde der
Wintervögel“ aufgerufen. Die Resonanz war überwältigend und zwang
zeitweise sogar die Datenbank in die Knie. Die Liste der Meldungen
aus Gärten und Parks verzeichnet bereits jetzt mehr als 1,4 Millionen
Vögel.

„Bis heute früh haben uns schon nahezu 50.000 Vogelfreunde die
Beobachtungen mitgeteilt, die sie während einer Stunde gesammelt
haben“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow am Dienstag.
Gespannt warte man nun auf die Auswertungen der Meldekarten, die noch
per Post kommen. Online und postalisch können Vogelfreunde ihre
Beobachtungen noch bis zum 17. Januar abgeben. Die vollständigen
Ergebnisse werden am 25. Januar erwartet.

Erste Ergebnisse zeigen, dass Deutschlands Gärten im Winter ein
wichtiger Anziehungspunkt für viele Vögel sind. Die meisten
Beobachtungen sammelten die Teilnehmer an Futterstellen und zählten
dabei mit Abstand am häufigsten die Kohlmeise. Am weitesten
verbreitet ist dagegen die vielleicht auch bekannteste Vogelart – die
Amsel. Sie fehlt in nur fünf Prozent der Gärten. Hervorzuheben ist
auch die recht große Zahl an Staren. Die „Stunde der Wintervögel“
dokumentiert, dass dieser ursprüngliche Zugvogel mehr und mehr bei
uns überwintert, besonders im Südwesten Deutschlands. Typische
Wintergäste aus nördlichen Regionen, wie Erlenzeisige, Bergfinken und
Seidenschwänze, wurden dagegen nicht so häufig festgestellt wie
früher.

Besonderes Augenmerk gilt auch den Meldungen „neuartiger“
Überwinterer, zu denen Mönchsgrasmücken und Hausrotschwänze zählen.
Zunehmende Beobachtungen dieser Arten stehen vermutlich in
Zusammenhang mit Klimaveränderungen.

Von den Meldungen erhofft sich der NABU wertvolle Angaben darüber,
welche Vögel in welchen Regionen Deutschlands überwintern, wie sich
Klimaveränderungen auf die Vogelwelt auswirken und welche Bedeutung
die beliebte Winterfütterung für Vögel tatsächlich hat. Diese
Auswertungen erfolgen jedoch erst nach Eingang aller Daten.

Eine detaillierte Übersicht der Zwischenergebnisse der Aktion
sowie weitere Informationen sind zu finden unter
www.stundederwintervoegel.de

Originaltext vom NABU

Pressekontakt:
Dr. Markus Nipkow, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. 030-284984-1620

NABU-Pressestelle, Tel. 030-284984-1510, – 1500

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=326479

Erstellt von an 11. Jan 2011. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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