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Storchenmännchen „Hobor“ legte mehr als 13.400 Kilometer zurück

NABU-Senderstörche im Winterquartier angekommen
Storchenmännchen „Hobor“ legte mehr als 13.400 Kilometer zurück





Alle sechs vom NABU besenderten Störche, namens
„Anni“, „Gustav“, „Helmut“, „Hobor“, „Michael“ und „Romy“ sind
mittlerweile gut in ihren Winterquartieren angekommen, nachdem sie
vor mehr als vier Monaten ihre schleswig-holsteinischen Brutplätze
verlassen haben. Zurzeit halten sie sich fünf von ihnen in Afrika und
einer in Spanien auf.

Der NABU hatte die sechs Weißstörche mit Satellitensendern
ausgestattet, die die Vögel wie kleine, kaum sichtbare Rucksäcke auf
dem Rücken tragen. Durch die von den Sendern registrierten Daten
erhofft sich der NABU wertvolle Informationen über den Einfluss des
Klimas im Winterquartier auf das Zugverhalten des Weißstorchs. Die
Zugrouten der Störche können im Internet unter www.NABU.de/stoerche
live verfolgt werden.

„Besonders überrascht hat uns die Tatsache, dass alle fünf
Weißstörche nach ihrer Ankunft in Afrika in den Tschad zogen, statt
sich wie erwartet in der gesamten Sahelzone zwischen Sudan und
Tschadsee zu verteilen“, so NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen.
Sie wurden offenbar von ergiebigen Regenfällen angezogen, die in den
Wochen zuvor die sonst karge Landschaft ergrünen ließ. Erst im
November verließen zwei Störche den Tschad, um weiter nach Osten in
den Sudan zu ziehen, während die anderen drei trotz zunehmender
Trockenheit immer noch im Tschad verharren.

Storchenmännchen „Hobor“ hat es am weitesten in den Süden gezogen.
Er hat seit seinem Start im August mehr als 13.400 Kilometer
zurückgelegt und rastet jetzt im Grenzgebiet zwischen Simbabwe,
Botswana und Südafrika.

Die Störchin „Romy“ hält sich derzeit im südlichen Sudan zwischen
dem Weißen Nil und der äthiopischen Grenze auf. „Gustav“ und „Anni“
vagabundieren im gleichen Gebiet östlich der tschadischen Hauptstadt
Ndjamena herum. „Manchmal übernachten sie nur wenige hundert Meter
voneinander entfernt“, so Projektleiter Thomsen. Storch „Michael“
machte einen Ausflug weit nach Westen und verbrachte einige Wochen im
nördlichen Becken des ausgetrockneten Tschadsees.

In gut einem Monat machen sich die sechs Weißstörche schon wieder
auf den Weg in ihre Brutgebiete. „Helmut“ hat aus Spanien den
kürzesten Weg und wird als erster an seinem Nest in
Schleswig-Holstein auftauchen. Anfang April werden „Anni“, „Gustav“,
„Michael“ und „Romy“ folgen. Nur „Hobor“, mit dem längsten Weg, wird
dieses Jahr länger brauchen.

Die Aktion ist Teil der Zugvogelkampagne „Born to Travel – Zum
Reisen geboren“ des NABU-Dachverbandes BirdLife International und
wird durch das Express-Transportunternehmen FedEx Express über United
Way Worldwide (UWW) unterstützt.

Originaltext vom NABU

NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722, Telefax: 0
30.28 49 84-2500, E-Mail: Presse@NABU.de

Pressekontakt:
Kai-Michael Thomsen, NABU-Storchenexperte, Mobil: 0162-9098072

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=332236

Erstellt von an 20. Jan 2011. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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