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NABU: Keine Bejagung von Wölfen – Herdenschutz muss oberste Priorität haben





Die Bundestagsfraktion der FDP hat die
Bundesregierung aufgefordert, Wölfe als „jagdbare Tierart“ in das
Bundesjagdgesetz aufzunehmen und dies in der heutigen
Bundestagsdebatte erneut bestätigt. Dazu erklärt
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Aufnahme des Wolfs als jagdbare Tierart ins Bundesjagdgesetz
gaukelt eine Lösung vor, die keine ist. Nicht die Bejagung, sondern
effizienter Herdenschutz sind das A und O für die Koexistenz von Wolf
und Weidetierhaltung. Erst im Dezember hat die EU-Kommission erneut
bestätigt, dass der strenge Schutzstatus des Wolfes bestehen bleibt.
Der günstige Erhaltungszustand ist noch nicht erreicht, auch wenn
dies gerne unter anderem von der FDP behauptet wird. Der NABU fordert
alle Parteien dazu auf, den gemeinsamen Dialog zu führen und den
Herdenschutz als oberste Priorität beim Thema Wolf zu behandeln.

Das Einbeziehen der Jäger in den Dialog zum Wolfsmanagement, wie
von der FDP gefordert, ist jedoch sinnvoll und gewünscht. Statt sich
allerdings um die Aufnahme ins Jagdrecht zu streiten, sollte der
Bundestag sich lieber mit vereinten Kräften für die Einrichtung eines
nationalen Kompetenzzentrums Herdenschutz einsetzen sowie für die
Förderung von Herdenschutz aus Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik
der Europäischen Union. Weidetierhalter müssen endlich für ihre
Leistungen angemessen entlohnt werden. Hier ist das
Landwirtschaftsministerium in der Pflicht und sollte diese
Verantwortung den Weidetierhaltern gegenüber endlich wahrnehmen.“

Pressekontakt:
Marie Neuwald, NABU-Referentin für Wolfsschutz,
Tel. +49 (0)30. 28 49 84-1624, Mobil +49 (0)173-249 64 00,
E-Mail: Marie.Neuwald@NABU.de

NABU-Pressestelle
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Erstellt von an 2. Feb 2018. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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