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Metzger: „Binnenschifffahrtökologisch und ökonomisch sinnvoll“





Auf große Verwunderung stoßen die Äußerungen des Vorsitzenden des Verkehrsausschuss im Bundestag Winfried Hermann (Grüne) zum Schleusenausbau am Neckar bei der IHK Heilbronn-Franken. Hermann stufte darin die Binnenschifffahrt als „dreckig“ ein. Heinrich Metzger, Hauptgeschäftsführer der IHK Heilbronn-Franken, widerspricht: „Die Binnenschifffahrt ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll.“
„Herr Herrmann sollte als Verkehrsausschussvorsitzender wissen, dass das Binnenschiff ein sehr umweltfreundliches Transportmittel ist“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger. Ein Binnenschiff stößt rund 33,4 Gramm CO2 je Tonnenkilometer aus. Bei der Bahn sind es hingegen mit ca. 48,1 Gramm rund 44 Prozent mehr. Auch beim Lärm muss das Binnenschiff den Vergleich mit Schiene oder Straße nicht scheuen. „Dieser Umweltaspekt wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen“, ist Metzger überzeugt. „Davon zeugen schon die zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen die Lärmbelastung stemmen. Im Übrigen auch gegen Bahnprojekte.“
Durch die Modernisierung werde der Neckar auch durchlässiger für Fischwanderungen. Denn durch den Ausbau werden die Schleusen, die derzeit eine unüberwindliche Barriere für Fische darstellten, mit Fischtreppen ausgerüstet. Nicht zu vergessen sei außerdem, dass durch die Stauung des Neckars jährlich 530 Mio. kWh Strom CO2-frei produziert werden.
Für widersprüchlich hält der IHK-Hauptgeschäftsführer auch Hermanns Aussage zur Wirtschaftlichkeit der Binnenschifffahrt. Hermann behauptet, auf jeden Binnenschiffer kämen zwei Beschäftigte der Schifffahrtsverwaltung. „Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Ein modernes Binnenschiff ersetzt rund 100-Lkw-Fahrten. Außerdem sorgt ja gerade der Schleusenausbau dafür, dass bei höherer Verfügbarkeit weniger Personal eingesetzt werden kann.“ Denn mit dem Schleusenausbau können die Schleusentore ferngesteuert bedient werden. Zudem sollen die 27 Neckarschleusen standardisiert und somit rationeller betrieben werden.
„Wer den Neckar als Wasserstraße in Frage stellt, muss auch erklären, wie die rund 400.000 Lkw-Ladungen Güter, die bisher auf dem Neckar transportiert werden, künftig transportiert werden sollen. Weder Straße noch Schiene haben im dicht besiedelten Neckartal entsprechende Kapazitäten frei. Es ist auch nicht zu erwarten, dass diese in absehbarer Zeit geschaffen werden. Wir müssen die Vorteile aller Verkehrsträger nutzen, damit es nicht zu Engpässen in der Ver- und Entsorgung unserer exportabhängigen Wirtschaft kommt.“ Und dafür sei der Neckar ein wichtiger Baustein.
Diese Medien-Info kann auch per Internet unter www.heilbronn.ihk.de/pressemitteilungen abgerufen werden.

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Erstellt von an 7. Feb 2011. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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