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Malte Siegert, NABU-Fehmarnbeltexperte, mobil 0173.93732 41, malte.siegert@nabu-wallnau.de





Fehmarn/Berlin – Der NABU wertete die heute offiziell vom dänischen Transportminister Christian Schmidt favorisierte Tunnellösung als Teilerfolg eigener Bemühungen zur Verhinderung größtmöglicher ökologischer Schäden im Fehmarnbelt. Nicht zuletzt habe wohl auch der permanente Druck von Seiten des NABU dazu geführt, dass das Königreich der Empfehlung der staatseigenen Projektgesellschaft Femern A/S gefolgt ist. Diese hatte dem dänischen Transportminister angesichts nicht zu beseitigender und vom NABU stetig ins Feld geführter Risiken bei Schiffssicherheit, Wasseraustausch und Vogelzug geraten, einen Absenktunnel statt einer Brücke im Fehmarnbelt zu realisieren.

Die grundsätzliche Kritik des NABU an Europas größtem Infrastrukturprojekt bleibe jedoch bestehen. „Auch ein Absenktunnel birgt während der sechsjährigen Dauerbaustelle mitten in einer der weltweit am meisten befahrenen Wasserstraßen erhebliche Havarierisiken für Schiffe und schädigt durch 15 Millionen Kubikmeter Aushub die maritime Lebensumwelt und den Tourismus“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die ökologische Mindestforderung des NABU bleibe weiterhin ein gebohrter Tunnel unter dem Fehmarnbelt. Deswegen behält sich der NABU juristische Schritte gegen das Projekt weiterhin vor, sollte der Beschluss zum Bau tatsächlich erfolgen.

Unwirtschaftlich ist jedoch jede Querungsvariante. Trotz der Finanzierung der Querung durch Dänemark, kämen auf Deutschland für den Ausbau der Hinterlandanbindung Kosten in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro zu. „Mit der Schuldenbremse in Bund und Ländern kann der Euro zukünftig nur ein Mal ausgegeben werden. Andere wichtige Verkehrsprojekte werden wegen einer für Deutschland unwichtigen Fehmarnbeltquerung auf Jahrzehnte nicht realisiert werden können“, sagte NABU-Fehmarnbeltexperte Malte Siegert.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung, dem auch der NABU angehört, den fragwürdigen Nutzen des Projektes mit einem Gutachten des renommierten Büros Vieregg-Rössler in Frage gestellt. Nach Berechnungen des Gutachterbüros beträgt das Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) lediglich 0,66 zu 1 und wäre damit negativ. „Eine feste Fehmarnbeltquerung ist ökologisch wie ökonomisch völlig irrsinnig und muss im wörtlichen Sinne in der Ostsee versenkt werden“, so Siegert.

Für Rückfragen: Malte Siegert, NABU-Fehmarnbeltexperte, mobil 0173.93732 41, malte.siegert@nabu-wallnau.de

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Erstellt von an 1. Feb 2011. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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