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LAVA ENERGY: Fernwärme in Frankfurt verteuert sich drastisch – Überprüfung der Anschlussleistung lohnt sich gerade jetzt





Oft ist die Anschlussleistung überdimensioniert und kann reduziert werden.

Rund 27.000 Haushalte beziehen in Frankfurt Fernwärme und sind von den aktuellen Preissteigerungen der Mainova AG betroffen: Der Energieversorger stellt zum 1. Januar 2018 auf ein neues Tarifsystem mit deutlich höheren Jahresgrundpreisen um. Dadurch steigen für viele Haushalte die Heizkosten, ohne dass die Bewohner mehr Energie verbrauchen. Anders als bei Erdgas oder Heizöl können Hauseigentümer bei Fernwärme nicht den Anbieter wechseln, um ihre Mieter zu entlasten. Sie sind an den lokalen Fernwärmeversorger und sein Preismodell gebunden. „Wohnungsunternehmen und Immobilienverwalter haben dennoch einen Spielraum für Kostensenkungen. Sie sollten überprüfen lassen, ob die Fernwärme-Anschlussleistung des Hauses zu hoch dimensioniert ist und reduziert werden kann. Das gilt nicht nur für Frankfurt, sondern bundesweit“, sagt Marcus Lehmann, Geschäftsführer des Energiedienstleisters LAVA ENERGY.

Preissteigerung bis zu 420 Prozent

Der Preis für Fernwärme setzt sich aus einem fixen Grundpreis und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis zusammen, hinzu kommen noch kleinere Kostenpositionen (siehe Infokasten). Dabei richtet sich der Grundpreis nach der Anschlussleistung. Das ist die maximale Wärmeleistung in Kilowatt, die der Versorger für das Haus bereitstellt. Das neu angepasste und anders gestaffelte Tarifmodell wird bereits für Bewohner von Ein- und Zweifamilienhäusern spürbar. Bei einer Anschlussleistung von weniger als 15 Kilowatt verdoppelt sich ab 2018 der Grundpreis – von 23,01 Euro auf 47,12 Euro pro Kilowatt. Bei sehr großen Gebäuden mit einer Anschlussleistung von mehr als 1.200 Kilowatt ergibt nach der neuen Preisstaffelung ein Kilowatt-Preis von 77,90 Euro statt bisher 14,96 Euro – das ist eine Verfünffachung des Grundpreises. „Oft passt die vertraglich festgelegte Wärmeleistung nicht mehr zum Gebäude und verursacht zu hohe Grundkosten“, erklärt Sabine Harkow, Fernwärme-Expertin beim LAVA ENERGY. Die Leistung wurde meist vor Jahrzehnten beim Anschluss des Hauses an das Fernwärmenetz bestimmt und enthält oft zu hohe Reserven. Zudem ändern sich im Laufe der Zeit sowohl das Gebäude als auch das Nutzerverhalten: Das Haus wird beispielsweise umgebaut, saniert oder bekommt neue Fenster. Die Verbraucher benötigen oft weniger Heizenergie als ursprünglich angenommen. LAVA ENERGY überprüft deshalb die Fernwärmeverträge des Hauses: Basierend auf den Verbrauchsdaten der vergangenen Jahre erfasst der Energiedienstleister die reale Wärmeleistung und gleicht diese mit der vertraglich vereinbarten Anschlussleistung ab. Durch die Anpassung des Fernwärmevertrages können Fernwärme-Abnehmer ohne Komforteinbußen erheblich Grundkosten einsparen. „In Frankfurt lohnt sich die Fernwärmeoptimierung besonders, weil Mainova ein ungewöhnliches Tarifmodell hat: Der Jahresgrundpreis pro Kilowatt steigt mit zunehmender Wärmeleistung; normalerweise ist es umgekehrt. Umso wichtiger ist es für Abnehmer, die Wärmeleistung an den tatsächlichen Bedarf anpassen zu lassen „, betont Harkow.

Praxisbeispiel aus Frankfurt

Wie wirkungsvoll eine solche Optimierung sein kann, zeigt der Fall eines Studentenwohnheims in Frankfurt. Für den Neubau mit 381 Apartments war eine vertragliche Wärmeleistung von 1.200 Kilowatt pro Jahr angesetzt. „Unsere Überprüfung ergab, dass das Gebäude nur eine Anschlussleistung von 400 Kilowatt benötigt und der Grundpreis entsprechend reduziert werden kann“, schildert Harkow. Ohne Fernwärmeoptimierung wären die Wärmekosten nach dem neuen Mainova-Tarifmodell von jährlich rund 72.000 Euro auf rund 128.000 Euro gestiegen, also um 78 Prozent. Dank der Optimierung sinken die Wärmekosten jetzt trotz gestiegener Preise um zirka fünf Prozent.

Kostenloser Erstcheck

Insbesondere bei Wohnhäusern ab zehn Parteien sieht Geschäftsführer Marcus Lehmann rentable Potentiale für Einsparungen: „Es ist uns wichtig, über das große Einsparpotential bei fernwärmeversorgten Wohn- und Gewerbeimmobilien aufzuklären. Deshalb bieten wir den ersten Fernwärme-Check und die Beratung kostenlos an.“

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Links:

Zum Mainova-Tarifmodell: https://www.mainova.de/privatkunden/produkte/mainova_waerme_tarife.html

Zur Fernwärmeoptimierung: http://www.lavaenergy.de/fernwaermeoptimierung

Infokasten:

Zusammensetzung des Fernwärmepreises

Grundpreis: deckt die Fixkosten zur Bereitstellung der Fernwärme ab (z.B. Lohnkosten und Wärmeinfrastruktur), richtet sich nach der maximal bereitgestellten Leistung

Arbeitspreis: deckt die Brennstoffkosten ab, ist verbrauchsabhängig

Verrechnungspreis: deckt die Kosten für die Verbrauchsmessung mit Zählern ab

Emissionspreis: deckt die Kosten für CO2-Zertifikate ab, die der Energieversorger aufgrund gesetzlicher Verpflichtung kaufen muss, ist verbrauchsabhängig

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1553547

Erstellt von an 21. Nov 2017. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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