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Klare Vorteile gegenüber Verbrennern





Als Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Oberbürgermeister Michael Ebling (Mainz) und Michael Kissel (Worms) im autonom fahrenden Elektrobus „Emma“, einem Projekt der Mainzer Mobilität und der R+V-Versicherung, die Rheinpromenade von Mainz entlangfuhren, ahnten die Zuschauer, dass die Zukunft schon irgendwie begonnen hat.

Vorträge aus der Praxis
Über 20 Rednerinnen und Redner erwarteten die rund 500 Besucher der „World of eMobility“ mit Schwerpunkt auf E-Nutzfahrzeugen in der Rheingoldhalle. Bei ihnen handelte es sich um hochrangige Vertreter aus der Politik, wie die drei genannten, aber auch Umweltministerin Ulrike Höfken, sowie Vertreter von Verbänden wie Günter Jertz (IHK Rheinhessen), Hans-Jörg Friese (Handwerkskammer Rheinhessen) oder Wolfgang Bühring (Verband Kommunaler Unternehmen).

Autonomes Fahren als Zukunftsvision
Autonomes Fahren wurde in vielen Vorträgen immer wieder thematisiert. „Das Projekt Emma in Mainz halten wir für vielversprechend und beobachten es sehr genau“, so Frank Dinter, Prokurist der EWR AG, „die Erkenntnisse eröffnen vielleicht auch für Rheinhessen und Worms neue Optionen.“ Auf begrenzten und klar definierten Strecken ist autonomes Fahren bisher erlaubt und möglich, etwa auf Feldern oder – wie bei Emma – auf definierten Strecken. Vorschrift in jedem Fall: Ein Mensch muss an Bord sein, der notfalls eingreifen kann.

Kein Nutzfahrzeug von der Stange
Die angebotenen Fahrzeuge stießen auf großes Interesse. Handwerker und Kommunalvertreter begutachteten elektrobetriebene Lastenfahrräder, Transporter und PKW. Die meisten davon sind unterschiedlich konfigurierbar. Wer außerdem einen Kipper, Roller oder Kastenwagen Probe gefahren war, hätte ihn am liebsten gleich mitgenommen. „Doch wir haben die Messe nicht veranstaltet, um hier E-Nutzfahrzeuge zu verkaufen“, betont Daniel Gahr, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG. „Wir wollten vor allem zeigen, was der Markt bereits anbietet. Es ist ein erster Schritt. Hier können sich Handwerker und Kommunen einmal ernsthaft mit dem Thema Elektromobilität auseinandersetzen und auch Experten und Anwender befragen.“

Positive Testreihen
Viele Rednerinnen und Redner betonten die Praxistauglichkeit der E-Nutzfahrzeuge. So berichtet Hans-Dieter Gugumus, dass in den Entsorgungsbetrieben Worms wochenlang ein StreetScooter getestet wurde: „Das Anforderungsprofil lag bei uns bei viel Stopp-and-Go und unter 70 Kilometern täglich. Der StreetScooter hat das locker hinbekommen. Wohingegen einige Dieselfahrzeuge wegen des Partikelfilters regelmäßig zu Problemen führten.“ Ralf Kittlaus, Vertreter von StreetScooter, berichtet von Millionen von Kilometern, die die 7.000 E-Transporter schon für die Deutsche Post zurückgelegt haben: „In jede neue Generation StreetScooter fließen die Erfahrungen von diesen zahllosen Arbeitsstunden der Fahrer.“
Dr. Peter Götting von der Energieagentur Rheinland-Pfalz rechnete vor, dass in Deutschland jährlich rund 608 Milliarden PKW-Kilometer gefahren werden, das sind in Treibstoff 428 Milliarden Kilowattstunden und pro Kilometer 205 Gramm CO2 Ausstoß. Wären statt Verbrennern Stromer mit Ökostrom unterwegs, würden nur 110 Milliarden Kilowattstunden verbraucht und kein Gramm CO2 die Umwelt belasten. Überraschend auch die Kostenrechnungen zugunsten der Stromer: 100 Kilometer kosten 1,50 bis 4,50 Euro auf 100 Kilometer (je nach Vertrag), die Steuern fallen 10 Jahre weg, der Wiederverkaufswert ist sehr hoch und die Unterhaltskosten liegen bei 60 Prozent eines Verbrenners.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1641269

Erstellt von an 21. Aug 2018. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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