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Johannes Lambertz: „RWE Power bleibt auch unter schwierigen Bedingungen verlässlicher Partner im Revier“





– Große Belastungen durch Brennelementesteuer und
CO2-Vollauktionierung
– Neue EEFA-Studie zeigt: Braunkohle aus dem Rheinland sichert
über 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland
– BoA-Blöcke gehen 2011 ans Netz / Investition von mehr als 2,2
Milliarden Euro

Die rheinische Braunkohlenindustrie hat eine erhebliche
Beschäftigungswirkung für Deutschland. Über 40.000 Arbeitsplätze
basieren auf diesem Industriezweig. Zu diesem Ergebnis kommt eine
aktuelle Studie des Instituts „Energy Environment Forecast Analysis“,
kurz EEFA. Die Zahl liegt um fast 20 Prozent höher als in einer
Vorgängerstudie des RWI aus dem Jahr 2000. Mit jedem Arbeitsplatz
sind weitere 2,11 Stellen in vor- und nachgelagerten Sektoren
verbunden. „Die EEFA-Untersuchung bestätigt: Wir sind ein starker
Partner für NRW und speziell für die Region“, erklärte RWE
Power-Vorstandsvorsitzender Dr. Johannes Lambertz auf einer
Pressekonferenz des Unternehmens im Innovationszentrum Kohle in
Niederaußem. Und weiter: „Wir wollen das bleiben – vor allem auch mit
Investitionen, die unsere Kraftwerksflotte und die Tagebaue moderner
und effizienter machen.“

In diesem Zusammenhang mahnte Johannes Lambertz, mit dem geplanten
NRW-Klimaschutzgesetz die Anforderungen für den Bau neuer Kraftwerke
nicht zu hochzusetzen: „Klimaschutzgesetz und Landesplanung müssen
die notwendigen Spielräume belassen, damit die Investitionen für mehr
Effizienz und Flexibilität des Kraftwerksparks auf den Weg gebracht
werden können.“ Die Absicht der Landesregierung, den Klimaschutz in
NRW zu stärken, begrüßt RWE Power. Regelungen, die nur in einem
Bundesland gelten, helfen jedoch dem Klima nicht, sind aber für die
Industrie im Land schädlich.

Der Vorstandsvorsitzende verwies darauf, dass die
Rahmenbedingungen für das Unternehmen deutlich schwieriger werden: Da
sind zum Einen im Bereich Kernenergie ab 2011 die
Kernbrennstoffsteuer und zusätzliche Zahlungen an einen Fonds, aus
dem die erneuerbaren Energien sowie Maßnahmen zur Energieeffizienz
unterstützt werden sollen. Zum anderen stellt die Vollauktionierung
der CO2-Zertifikate ab 2013 eine weitere große Herausforderung dar.
Der Vorstandsvorsitzende wörtlich: „Es ist dringend notwendig, alle
wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Potenziale zu
nutzen.“

Dabei setzt das Unternehmen auf Effizienzsteigerungen und die
Stärkung seiner Innovationskraft. Signifikantes Beispiel hierfür ist
das Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA 2&3),
das RWE Power für über 2,2 Milliarden Euro in Neurath errichtet.
Beide Blöcke, die über einen Wirkungsgrad von 43 Prozent und eine
Gesamtleistung von 2.100 Megawatt verfügen, sollen im nächsten Jahr
ans Netz gehen. Im Vergleich zu Altanlagen stoßen sie jährlich sechs
Millionen Tonnen weniger CO2 aus. Wie RWE Power angekündigt hat, wird
das Unternehmen für die beiden BoA-Anlagen zwölf 150 Megawatt-Blöcke
vom Netz nehmen: Vier sind seit Sommer letzten Jahres nicht mehr im
Einsatz, zwei weitere gehen vor Inbetriebnahme des 1. BoA-Blocks
außer Betrieb, weitere sechs nach Inbetriebnahme des 2. Blocks.
Spätestens Ende 2012 werden vier weitere 150 MW-Blöcke dauerhaft
abgeschaltet, also insgesamt 16 Blöcke dieser Leistungsklasse. Damit
geht das Unternehmen über die Genehmigung hinaus. RWE Power will sein
Kraftwerkserneuerungsprogramm auch angesichts der deutlich
schwierigeren Rahmenbedingungen fortsetzen.

Erwin Winkel, Personalvorstand der RWE Power, hob die positive
Mitarbeiterentwicklung hervor: „Insgesamt sind bei uns 16.898
Mitarbeiter beschäftigt, 236 mehr als im vergangenen Jahr.“ Besonders
erfreulich: 110 junge Mitarbeiter, die nach der Ausbildung zunächst
auf ein Jahr befristet übernommen worden waren, konnten in
unbefristete Arbeitsverhältnisse überführt werden. Winkel machte aber
darauf aufmerksam, dass sich ab 2012 bedingt durch die
Außerbetriebnahme von Altanlagen und das altersbedingte Ausscheiden
von Mitarbeitern eine leicht rückläufige Entwicklung der
Beschäftigtenzahlen abzeichne. Ausbildung bleibt eine wichtige
Daueraufgabe: Derzeit erlernen 1.006 junge Menschen bei RWE Power 20
Berufe, 748 davon im Rheinischen Revier. Der Personalvorstand
unterstrich: „Wir wissen um die demografische Entwicklung. Deshalb
setzen wir unseren Weg der Nachwuchssicherung konsequent fort.“

Die Maßnahmen des Unternehmens im Bereich der Arbeitssicherheit
zeigen Wirkung. Die Zahl der Arbeitsunfälle ist im Vergleich zu 2009
um über 20 Prozent zurückgegangen. Erwin Winkel: „Trotzdem sind 3,8
Unfälle pro eine Million geleistete Arbeitsstunden noch zu viel.“
Ziel ist, die Quote der Arbeitsunfälle bis 2012 auf unter drei pro
eine Million geleistete Arbeitsstunden abzusenken.

Pressekontakt:
Stephanie Schunck
Presse RWE Power AG
T 0201-12 22088

Lothar Lambertz
Presse RWE Power
T 0201-12 23984

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=311276

Erstellt von an 8. Dez 2010. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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