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IOCS Veranstaltung in Lissabon 15. – 19. Mai: Ozeangärten – vom Orbit aus gesehen





Seit dem Start des Copernicus Sentinel-3
Ozeanographiesatelliten im Februar 2016 befindet sich ein neuer
Wächter im All. Er wird von EUMETSAT, der europäischen Organisation
für meteorologische Satelliten im Auftrag der Europäischen Union,
betrieben. Sentinel-3 beobachtet die gigantischen Wasseroberflächen
unseres Planeten, die die Welt ernähren und zudem die Dynamik von
Wetter und Klima beeinflussen. Die Daten von Ozeanographiesatelliten
wie Sentinel-3 finden unzählige Anwendungen, die von der Verfolgung
von Sturmpfaden bis hin zur Überwachung von Verschmutzungen reichen;
so hilft der Satellit unter anderem die Sicherheit auf See zu
verbessern wie auch die Qualität von Wettervorhersagen; seine
Beobachtungen sind zudem nützlich für die Überwachung der
Auswirkungen des Klimawandels.

Außerdem leistet Sentinel-3 einen wesentlichen Beitrag Europas zur
Überwachung der Ozeanfarbe.

Auf dem International Ocean Colour Science (IOCS) Treffen in
Lissabon, Portugal vom 15. – 19. Mai werden führende Wissenschaftler
neue Anwendungen und innovative Resultate diskutieren, die sich aus
dem marinen Datenfluss ergeben.

Beobachtungen der Ozeanfarbe, genauer gesagt die Abbildung von
marinen Ökosystemen aus dem Orbit, sind ein integraler Bestandteil
dieser Daten. Ozeane sind nicht immer blau. Im Gegenteil, die Farbe
des Wassers wird erheblich beeinflusst von den Stoffen, die mit den
Strömungen transportiert werden. Spezielle Satelliten-Sensoren, wie
das Ozean und Landfarben Instrument (OLCI) an Bord des Sentinel-3
Satelliten wurden entwickelt, um die Schattierungen des Wassers zu
verfolgen, damit deren Inhalt ermittelt werden kann. Die Farbe des
Ozeans kann durch eine ganze Reihe von Faktoren beeinflusst werden,
seien es beispielsweise Sedimente oder mikroskopisch kleine Algen.
Dies mag trivial klingen – aber die Überwachung der Ozeanfarbe ist in
der Tat notwendig, um gefährliche Algenblüten zu beobachten, die
katastrophale Auswirkungen auf Aquakulturen wie zum Beispiel
Fischfarmen haben können.

Daten zur Ozeanfarbe werden zudem benutzt, um die Wasserqualität
wie auch Verschmutzungen und Sedimenttransporte zu beobachten.
Weiterhin helfen sie, die Bedeutung des Ozeans für den Karbonzyklus
in unserem sich wandelnden Klima abzuschätzen. All diese Daten sind
heutzutage unerläßlich für das Management der marinen Ressourcen,
Fischereien, sowie mariner und küstennaher Ökosysteme.

Mit dem neuen Datenfluss vom Copernicus Sentinel-3 Satelliten, der
über die Daten-Disseminationssysteme von EUMETSAT vertrieben wird –
kostenlos und ohne Beschränkungen – wird die Wissenschaft der
Ozeanfarbe einen Quantensprung machen.

Führende Wissenschaftler und Hauptredner verschiedener
Institutionen und Agenturen, unter anderem Dr. Shubha Sathyendranath,
Head of Remote Sensing and Marine Optics im Plymouth Marine
Laboratory, und Dr. Mark Dowell, Global Environment Monitoring Unit
im Joint Research Centre der Europäischen Kommission, werden vor Ort
die neuesten Ergebnisse sowie die Erwartungen für die Zukunft in
persönlichen Interviews vorstellen.

Das Programm beinhaltet Fokus-Sitzungen wie „Hyperspektrale
Fernbeobachtungen“ und weitere Sitzungen wie zum Beispiel eine
Sonderveranstaltung des „Copernicus Marine Environment Monitoring
Services“ (CMEMS), dem Hauptanwender der neuen Daten und Entwickler
für innovative marine Produkte und Dienstleistungen.

Über Copernicus

Copernicus ist eine unabhängige europäische Kapazität zur
operationellen Bereitstellung von globalen Informationen zur
Erdbeobachtung. Das Programm umfasst eine Reihe von hochentwickelten
Systemen, die Daten von Erdbeobachtungssatelliten (die Sentinels und
deren unterstützende Missionen), sowie in-situ Missionen. Copernicus
Daten sind offen verfügbar und sind kostenlos.

EUMETSAT und Copernicus

Die EU hat EUMETSAT damit betraut, in ihrem Auftrag die vier
Sentinel-Missionen der Copernicus-Weltraumkomponente zur Beobachtung
der Atmosphäre, des Ozeans und des Klimas zu betreiben. EUMETSAT wird
diese Aufgaben in Zusammenarbeit mit der ESA durchführen.

Über EUMETSAT

Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer
Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in
Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 30 europäischen Mitgliedsstaaten
und einem Kooperationsstaat.

EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten
Meteosat-9, -10 und -11 über Europa und Afrika sowie Meteosat-7/-8
über dem Indischen Ozean.

EUMETSAT betreibt zwei polarumlaufende Metop-Satelliten als
Bestandteil des Initial Joint Polar System (IJPS) mit der US National
Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

EUMETSAT ist auch Partner in den von Europa und den USA
gemeinschaftlich durchgeführten Jason-Missionen zur hochpräzisen
Meeresspiegelmessung (Jason-2, Jason-3 und Jason-CS/Sentinel-6).

Die Daten und Produkte der operationellen EUMETSAT-Satelliten
leisten einen bedeutenden Beitrag zur Wettervorhersage und zur
Überwachung der Umwelt und des Klimawandels.

EUMETSAT arbeitet mit Betreibern von Erdbeobachtungssatelliten aus
Europa sowie China, Indien, Japan, Russland und den Vereinigten
Staaten zusammen.

Informationen über IOCS finden sich unter folgendem Link:
www.iocs.ioccg.org/

Für weitere Informationen über Copernicus, EUMETSAT und das
International Ocean Colour Science Meeting wenden Sie sich bitte an:
Claudia Ritsert-Clark
claudia.ritsertclark@eumetsat.int
Tel.: +49-6151 8076050)

Original-Content von: EUMETSAT, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1489017

Erstellt von an 9. Mai 2017. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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