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Hummel, Hummel – Moin, Moin: Hamburger helfen den Wildbienen / Die Deutsche Wildtier Stiftung startet ein Großprojekt mit starken Partnern zum Wildbienenschutz





Haben Sie gewusst, dass die Hummel eine Wildbiene
ist? Oder dass fast alle Wildbienen Einzelgänger mit gehobenen
Ansprüchen an ihren Lebensraum sind? Unter anderem deshalb stehen
über die Hälfte aller rund 560 Wildbienenarten Deutschlands auf der
Roten Liste. Fast 40 Arten sind bereits ausgestorben und weitere rund
100 Arten sind vom Aussterben bedroht oder als stark gefährdet
klassifiziert. Hauptursache für den Rückgang ist der Verlust an
Lebensraum: Es fehlt an Nistmöglichkeiten und Nahrung. Die
ökologische und ökonomische Bedeutung der Bienen insgesamt wird durch
folgende Zahlen deutlich: In einer aktuellen Studie wird der Wert der
Insektenbestäubung allein für die Landwirtschaft weltweit auf
jährlich 153 Milliarden Euro geschätzt. In Europa liegt der jährliche
Wert der Bestäubung bei mehr als 14 Milliarden Euro. Nicht zu
beziffern ist der Wert der Bestäubung zahlreicher Wildpflanzen.

Unter dem Motto „Hummel, Hummel – Moin, Moin“ startete die
Deutsche Wildtier Stiftung heute im Rosengarten auf dem Ohlsdorfer
Friedhof ein Großprojekt zum Wildbienenschutz in Deutschland.
„Gemeinsam mit starken Kooperationspartnern wie dem Friedhof
Ohlsdorf, dem Bauernverband Hamburg, dem Landesbund der
Gartenfreunde, dem Verein Kinderwelt e.V. sowie dem Hamburg Airport
wird die Deutsche Wildtier Stiftung bienenfreundliche Lebensräume
sichern und gestalten“, sagte Prof. Dr. Fritz Vahrenholt,
Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, beim Startschuss des
Wildbienen-Projektes im Rosengarten.

Vahrenholt : “ Wir wollen außerdem das öffentliche Bewusstsein für
die Wildbiene und das Wissen bei Kindern und Jugendlichen fördern.
Zudem wollen wir die Wildbienensituation in Hamburg erfassen und
dokumentieren. Da Hamburg noch keine Rote Liste der Bienen erstellt
hat, wollen wir dies gemeinsam mit der Umweltbehörde vorantreiben.“
Hamburg dient als Start eines bundesweit angelegten
Wildbienen-Schutzprogramms der Deutschen Wildtier Stiftung. Das
zunächst über fünf Jahre geplante Projekt wird durch ein
wissenschaftliches Monitoring begleitet, das der Bienenexperte Dr.
Schmid-Egger leitet.

Den Begriff „Biene“ verbinden die meisten Menschen mit der
Honigbiene Apis mellifera. Sie ist beliebt und gehört zu den
bekanntesten Insekten überhaupt. Dass es neben dem „Haustier“ der
Imker in Deutschland rund 560 Wildbienen-Arten gibt, wissen die
wenigsten. Alle „fleißigen Bienchen“ gemeinsam leisten einen
unschätzbaren Beitrag für den Erhalt der Biodiversität. „Mit ihrer
Bestäubungsleistung sichern die Arbeiterinnen den Ertrag von Obst,
Gemüse und Ackerfrüchten für uns Menschen“, betont Prof. Vahrenholt.
Rund 85% der landwirtschaftlichen Erträge hängen in Deutschland von
der Bestäubung durch Wildbienen und andere Insekten ab.

Im Rosengarten auf dem Ohlsdorfer Friedhof wurde heute eine
Freifläche bienenfreundlich gestaltet. Von früh blühende Arten wie
dem Barbarakraut bis zu Hochsommerpflanzen wie Wegwarten und Malven
ist eine kontinuierliche Nahrungsquelle für Wildbienen garantiert.
Rainer Wirz, Bereichsleiter Friedhöfe und stellvertretender
Geschäftsführer der Hamburger Friedhöfe, ist von dem
Wildbienen-Projekt überzeugt. „Der Ohlsdorfer Friedhof eignet sich
als größte Grünanlage Hamburgs auch zum perfekten Naturraum für
Wildbienen. Wir unterstützen durch die Anpflanzung von Wild-Wiesen
bereits seit etwa zehn Jahren den Naturschutz. Wir wollen dies
gemeinsam mit der Deutschen Wildtier Stiftung hinsichtlich des
Schutzes der Wildbienen verstärken“ Für Rainer Wirz ist der größte
Parkfriedhof der Welt „der Beweis dafür, dass sich Naturschutz und
gesellschaftliche Zwecke in Hamburg harmonisch ergänzen“.

Pressekontakt:
Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
E.Goris@DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1225000

Erstellt von an 15. Jun 2015. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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