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Grüner Kühlschrank „Greenfreeze“ feiert Geburtstag / Greenpeace-Erfolgsgeschichte spart fast eine Milliarde Tonnen Treibhausgase ein





Der weltweit erste FCKW- und FKW-freie Kühlschrank
lief vor 20 Jahren, am 15. März 1993, vom Band. Der „Greenfreeze
Nummer 1″ war der erste von inzwischen über 600 Millionen
Kühlschränken mit natürlichen Kälte- und Isoliergasen. Greenpeace
wollte mit dem Projekt beweisen, dass F-Gase wie FCKW oder FKW
überflüssig sind. Die Technik wird heute von allen größeren
Herstellern eingesetzt. So wurden dem Klima bislang fast eine
Milliarde Tonnen Treibhausgase erspart. „Der Greenfreeze hat eine
ganze Branche revolutioniert. Heute ist er Standard. Mit unserer
Kampagne haben wir nicht nur aufgezeigt, dass F-Gase die Ozonschicht
und das Klima zerstören, wir haben auch bewiesen, dass sie schlicht
überflüssig sind“, sagt Wolfgang Lohbeck, der für Greenpeace den
Greenfreeze auf den Weg brachte.

Anfang der 90er Jahre zeichnete sich ein Verbot der „Ozonkiller“
FCKW ab. Gleichzeitig wollte die chemische Industrie FKWs als
Ersatzstoffe auf den Markt bringen, die zwar nicht die Ozonschicht
zerstören, aber das Klima belasten. Das wollte Greenpeace nach einer
jahrelangen Kampagne gegen die FCKW nicht zulassen. Die unabhängige
Umweltschutzorganisation suchte nach technischen Lösungen, die sowohl
FCKW als auch die neuen Klimakiller überflüssig machen – reine
Kohlenwasserstoffe wie Propan oder Butan. In der Firma dkk
Scharfenstein (später Foron) fand Greenpeace einen technischen
Partner, der die neue Idee umsetzte.

Nach der Drohung der Treuhandanstalt, in deren Besitz die
ehemalige DDR- Firma war, die dkk zu liquidieren, stellten Greenpeace
und die dkk die neue Technik im Juli 1992 erstmals der Öffentlichkeit
vor. „Wir hatten wütende Reaktionen der Chemieindustrie und von
etablierten Kühlschrankherstellern. Mein Telefon stand nicht mehr
still“, so Lohbeck. Als Foron aber gegen alle Widerstände tatsächlich
am 15. März 1993 die Produktion des Greenfreeze aufnahm, schwenkten
alle deutschen, später auch die europäischen Hersteller auf die neue
Technik um. Noch im gleichen Jahr schaffte der Greenfreeze den Sprung
nach China. Heute funktioniert über die Hälfte aller neuen
Kühlschränke weltweit nach der Greenfreeze-Technik.

Autohersteller wollen Fluorgase jetzt in Klimaanlagen einsetzen

Trotz des großen Erfolgs des Greenfreeze hat die chemische
Industrie ihren Versuch, F-Gase zu vermarkten, nicht aufgegeben. Sie
hat durchgesetzt, dass eine neue Generation von FKW in europäischen
Autoklimaanlagen eingesetzt werden soll. Greenpeace lehnt diese neue
F-Gas Generation ab und unterstützt deutsche Autohersteller, die sich
gegen die neuen FCKW-Nachfolger aussprechen. Die neue Generation der
FKW hat zwar ein viel geringeres Treibhaus-Potential als die
Vorgänger, gleichzeitig ist ihre Wirkung allerdings weitgehend
unbekannt. Ähnlich wie bei früheren F-Gasen ist zu befürchten, dass
die Folgen auch wieder erst Jahre später zutage treten. „Es gibt
umweltfreundliche Alternativen auch für Autoklimaanlagen. Greenpeace
fordert die Hersteller daher auf, diese auch einzusetzen“, sagt
Lohbeck.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Wolfgang Lohbeck, Tel.
0171-8780 823, und Pressesprecher Patric Salize, Tel. 0171-8780 828.
Internet: www.greenpeace.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=834995

Erstellt von an 15. Mrz 2013. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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