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Um den Klimawandel einzudämmen, muss aber noch viel getan werden

Greenpeace: Cancun ist ein Zeichen der Hoffnung /
Um den Klimawandel einzudämmen, muss aber noch viel getan werden





Das Abschlusspapier der
Klimakonferenz in Cancun wertet Greenpeace als Zeichen der Hoffnung.
Damit siegte nach Ansicht der Umweltschutzorganisation zum Schluss
die Einsicht in die Notwendigkeit über die Furcht. Zwar wird mit den
Beschlüssen der Klimakonferenz von Cancun der Klimawandel noch nicht
gestoppt, aber die Staatengemeinschaft ist einem Klimaschutzvertrag
in einem Jahr in Südafrika mit den heutigen Beschlüssen ein Stück
näher gekommen. Mit dem einstimmigen Beschluss über die Einrichtung
eines Klimaschutzfonds, der Sicherung von Biodiversität sowie der
Rechte Indigener Völker, und der Festlegung der Grenze der Erwärmung
auf unter zwei Grad Celsius sind jetzt die Grundpfeiler für einen
globalen Klimaschutzvertrag gelegt worden.

„Das Ergebnis ist besser, als viele hier zeitweise befürchtet
haben. Trotzdem – es ist erst der Anfang. Jetzt muss die Arbeit
richtig losgehen“, sagt der Leiter der Internationalen Klimapolitik
von Greenpeace, Martin Kaiser. „Bis nächstes Jahr müssen die Staaten
nun das entscheidende Klimaschutzprotokoll im Detail erarbeiten. Denn
Cancun hat bisher nur den Prozess zur Erarbeitung des
Klimaschutzvertrags gerettet, aber noch nicht das Klima selber. Die
Geschwindigkeit des internationalen Klimaschutzes kann überhaupt
nicht mit der dramatisch schnellen Erderwärmung Schritt halten. Der
ungezügelten Verschmutzung der Atmosphäre durch Mineralöl- Kohle- und
Holzindustrie sind mit dem Papier noch keinerlei Grenzen gesetzt.“

Kaiser kritisiert, dass Europa ein schlechtes Bild abgegeben hat.
„Die EU war wenig ambitioniert. Kein mutiges Reduktionsziel,
Uneinigkeit in wichtigen Beschlüssen – so verkommt die europäische
Union in der Klimapolitik zur Bedeutungslosigkeit.“ Bei der
Einrichtung des Klimaschutzfonds zum Beispiel hatte die Europäische
Kommission und Großbritannien lange gegen die EU-Position gearbeitet.
„Wenn man nun bedenkt, dass auch die USA, Russland und Japan gebremst
haben, ist das Papier in Cancun wirklich das Maximum, was man aus
dieser Staatengemeinschaft herausholen konnte. Zu verdanken ist das
allein der mexikanischen Präsidentschaft sowie den am meisten von den
Folgen des Klimawandels betroffenen Ländern.“ Greenpeace fordert von
der EU, sich Anfang 2011 endlich darauf zu einigen, die Treibhausgase
bis 2020 um 30 Prozent zu senken, wie es der Weltklimarat fordert.

„Auch der Auftritt von Deutschland war glanzlos“, so Kaisers
Bewertung. „Die Rede von Umweltminister Norbert Röttgen war
unengagiert. Bei EU-Verhandlungen wie z.B. bei Verkehrs- und
Energiepolitik bremst Deutschland Klimaschutz aus. National blockiert
die Regierung durch die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke den
Ausbau erneuerbarer Energien. Und den Beschluss der Regierung, 100
Prozent der Versteigerungserlöse in den Klimaschutz zu investieren,
hat Röttgen auch nicht in den Verhandlungen verankern können.“

„Es liegt jetzt an den Staaten, aus dem Hoffnungsschimmer in
Cancun ein wirkungsvolles Klimaschutzabkommen zu formen. Wir fordern
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, diese Chance zu ergreifen. Wir
erwarten von Frau Merkel, für eine klimafreundliche Zukunft für uns
und unserer Kinder zu kämpfen.“

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Martin Kaiser, Tel. +49
171 – 8780817, oder Tina Löffelbein +49 1511-67 209 15. Weitere
Informationen zu Cancun finden Sie auf www.greenpeace.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=313546

Erstellt von an 11. Dez 2010. geschrieben in Allgemein, Atomenergie. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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