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Gerd Salwa spricht auf der Kommandanten-Tagung der Freiwilligen Feuerwehren des Kreis Nürtingen





Die mögliche Gefahr, die im Brandfall von Photovoltaik-Anlagen ausgehen kann, war das Hauptthema der diesjährigen Kommandanten-Tagung der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Nürtingen Mitte November diesen Jahres. Als Gastredner referierte Gerd Salwa, Vertriebskoordinator Köngen der Solarconsult AG, über Funktion und Technik von Photovoltaik-Anlagen, als auch über die möglichen Gefahren und Lösungsansätze zu deren Minimierung.

„Herkömmliche, sogenannte reihenverschaltete Anlagen führen durch die Hintereinanderschaltung mehrerer Module, teilweise Spannungen von bis zu 1.000 Volt auf der Gleichspannungsseite zum Wechselrichter. Das kann bei einem Brandeinsatz dann zum Problem werden, wenn nicht sichergestellt ist, dass diese Spannung unterbrochen beziehungsweise abgeschaltet ist. Denn in den Photovoltaikanlagen entstehen diese lebensgefährlichen Spannungen schon bei geringer Lichteinwirkung, zum Beispiel auch durch Scheinwerfer an nächtlichen Einsatzstellen“, erklärte Gerd Salwa. Deshalb könne es durchaus vorkommen, dass sich die Einsatzleitung vor Ort im Zweifelsfall für das „kontrollierte Abbrennen“ eines Gebäudes entscheide. Aktuell wird an mehreren Lösungen gearbeitet, welche Gefahren für die Einsatzkräfte minimieren sollen.
Auf dem Markt gibt es inzwischen spezielle Feuerwehr-Schalter, die manuell oder automatisch ausgelöst werden und die Gleichstromkabel-Kabel möglichst nah am Modul unterbrechen sollen. Das setzt allerdings voraus, dass der Schalter im Brandfall auch noch funktioniert. Die hohen Spannungen auf dem Dach werden damit freilich nicht vermieden. Auch Farbpatronen, die die Module schwarz einfärben sollen oder ein zähflüssiges Gel, das auf die Module aufgebracht werden soll, sind im Gespräch.

„Das sind alles Lösungen für ein Problem, das durch intelligente Verschaltung von vorneherein ausgeschlossen werden kann“, sagt Gerd Salwa zu diesen Lösungsansätzen. Die Solarconsult AG bietet spezielle ELV-Systeme (extra low voltage – Niedrigspannung) an. Deren Herzstück, speziell entwickelte Wechselrichter der Baureihe „Solarinvert PPI“ (professionell protecting inverters – besonders sichere Wechselrichter), ermöglichen den Betrieb der gesamten Anlage deutlich unterhalb von 120 Volt. Nach VDE 0100 gelten diese Spannungen als nicht gefährlich. Mit den Wechselrichtern sei es möglich, nur zwei Module in Reihe zu schalten und parallel zu anderen, direkt an den Wechselrichter anzuschließen. Bei einer Modulspannung von zum Beispiel 35 Volt entstehen somit völlig ungefährliche Spannungen auf der DC-Seite von nur 70 Volt.

Die teilnehmenden Kommandanten begrüßten diese Lösung als „eine der besten Möglichkeiten Photovoltaik sicher zu machen“, so einer der Teilnehmer. „Der beste Schutz vor Gefahren, ist diese erst gar nicht entstehen zu lassen.“

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=311363

Erstellt von an 8. Dez 2010. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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