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Gaspreise steigen zur Heizperiode um bis zu 19 Prozent





(ddp direct) München, 15. September 2010

Zum 01. Oktober und 01. November 2010 planen 61 Gasversorger, ihre Grundversorgungstarife um bis zu 19 Prozent zu erhöhen. 54 Gasanbieter entlasten dagegen ihre Kunden durch Preissenkungen von bis zu 18 Prozent.*

Dies ergab eine deutschlandweite Analyse der Energiepreisveränderungen, die das Vergleichsportal CHECK24.de durchgeführt hat.

Nach Besiegelung des Atomkompromisses haben auch sechs Stromgrundversorger Preissteigerungen von bis zu zehn Prozent bekannt gegeben. Eine CHECK24-Untersuchung des Atomkraftanteils am Energiemix der 25 wichtigsten überregionalen Grund- und Alternativversorger ergab, dass einige Anbieter ihren Strom bis zu 45 Prozent aus Kernenergie gewinnen. Andere Versorger verzichten dagegen komplett auf Atomkraft.

Gas: Erhöhungen bei mindestens 61 Versorgern von bis zu 19 Prozent

Zur Beginn der Heizperiode haben 61 Gasanbieter Preissteigerungen bekannt gegeben (Tabelle der Energiepreisveränderungen auf Anfrage). Diese liegen im Durchschnitt bei neun Prozent, in der Spitze sogar bei über 19 Prozent.

Am stärksten von den Erhöhungen betroffen sind die Verbraucher in Hersbruck. Für einen Durchschnittshaushalt bedeutet die Gaspreissteigerung dort eine Mehrbelastung von 238 Euro jährlich.

54 Versorger planen Preissenkungen von durchschnittlich rund sechs Prozent, in der Spitze von 18 Prozent. Die zweigeteilte Preisentwicklung auf dem Gasmarkt ist die Folge unterschiedlicher Beschaffungs- und Unternehmensstrategien der Versorger. Anbieter, die sich beispielsweise mit günstigem Gas im Großhandel eingedeckt haben, können ihren Kunden attraktive Preise bieten.

Strom: Preiserhöhungen von bis zu zehn Prozent

Im Durchschnitt betragen die geplanten Strompreiserhöhungen der sechs Versorger knapp sechs Prozent. Verbraucher in Bamberg müssen sogar mit Preissteigerungen von fast zehn Prozent rechnen. Dies bedeutet für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt eine Mehrbelastung von bis zu 105 Euro im Jahr. Nur ein Grundversorger plant, seine Kunden ab Oktober und November um ein Prozent zu entlasten.

Ungeachtet der Beschlüsse zur Atom-Laufzeitverlängerung, können Verbraucher mit einem Anbieterwechsel auf die steigenden Preise reagieren, dadurch Geld sparen und gleichzeitig für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt sorgen.

Kernenergie macht bis zu 45 Prozent am Energiemix der Anbieter aus

EnBW und YelloStrom haben mit 45 Prozent den höchsten Anteil an Kernenergie (siehe Energiemix-Tabelle). Clevergy und die Stadtwerke München verzichten auf Atomkraft. Der durchschnittliche Energiemix** in Deutschland setzt sich wie folgt zusammen: Kernenergie 25,4 Prozent, fossile Energiequellen 58,8 Prozent und erneuerbare Energien 15,8 Prozent.

Seit 2005 sind in Deutschland alle Versorger dazu verpflichtet, Informationen über ihren Energiemix anzugeben. Dadurch haben Verbraucher die Möglichkeit, Umweltschutzaspekte bei der Wahl eines neuen Versorgers mit einzubeziehen.

Jeder Verbraucher kann auf den Energiemix Einfluss nehmen, indem er zu einem Anbieter mit geringerem Atomstromanteil wechselt, sagt Isabel Wendorff vom unabhängigen Vergleichsportal CHECK24.de.

*Strom: Berechnet für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh
Gas: Berechnet für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh
**Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, Stand: Dezember 2009, Basisjahr 2008

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=== Energiemix der wichtigsten überregionalen Anbieter (Dokument) ===

Energiemix der wichtigsten überregionalen Anbieter – sortiert nach dem Anteil Kernenergie

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Erstellt von an 15. Sep 2010. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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