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Ernte 2010: Mengen akzeptabel, Qualität kritisch





Reinholz stellt vorläufige Erntebilanz vor

„Die Ernte 2010 ist angesichts der diesjährigen Wetterkapriolen ? im ersten Halbjahr sehr trocken und Juli, August zuviel Regen ? eine der kompliziertesten der letzen 20 Jahre. Die Erntemengen sind im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt akzeptabel, kritischer zu bewerten ist die Qualität. Das gilt insbesondere für die Partien, die noch nicht geerntet sind“, sagte Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute in Bad Langensalza.

Der Anbau von Getreide und Ölfrüchte erfolgt in Thüringen im Jahr 2010 auf einer Fläche von rund 500.000 Hektar. Das sind etwa 80 Prozent des Ackerlandes im Freistaat. Bis zum heutigen Tag sind rund zwei Drittel der Felder abgeerntet.

Zum Erntebeginn war es zunächst sehr heiß und die Wintergerste konnte unter sehr guten Bedingungen geerntet werden. Der Ertrag liegt mit rund 72 Dezitonnen pro Hektar fast auf dem Vorjahresniveau und sogar 5 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Wintergerste wurde ausschließlich mit guten Kornfeuchten (bis maximal 16 %) gedroschen.

Mitte Juli kam der Witterungsumschwung. Bis auf wenige gute Druschtage (zum Beispiel letztes Wochenende) konnten die Landwirte nicht mit den Mähdreschern auf den Feldern arbeiten.

Winterweizen ist erst zur Hälfte abgeerntet und steht noch auf über 100.000 Hektar. Winterweizen ist die ertragsstärkste Kultur und bestimmt in hohem Maße auch den Durchschnittsertrag für die Gesamterntemenge.

Den Durchschnittsertrag für Getreide erwarten wir bei 64 Dezitonnen pro Hektar. Das sind zwar voraussichtlich 10 Prozent weniger als im überdurchschnittlich guten Erntejahr 2009. Jedoch ergibt der Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt (2004-2009) ein differenzierteres Bild:
– Getreide insgesamt: Minus 5 Prozent
– Winterweizen: Minus 10 Prozent
– Hafer: Minus 15 Prozent

Die Qualitäten der noch zum Drusch anstehenden Kulturen werden sehr differenziert sein. Besonders beim Winterweizen, der in Thüringen vorwiegend in den hohen Qualitätsstufen E und A für Backweizen angebaut wird, dürften die Standards bei Rohprotein und Fallzahl nicht mehr erreichbar sein. Die noch guten Partien müssen schnell gedroschen werden. Danach sollten sie separat und nach Qualitäten sortiert eingelagert werden, um die Versorgung der Backindustrie zu sichern.

Andreas Maruschke
Pressesprecher

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Erstellt von an 27. Aug 2010. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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