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Erneuerbare Energien/Internationales





Der weitere Weg für den erfolgreichen Aufbau der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) ist geebnet. Die vierte Sitzung der Vorbereitungskommission für die Organisation hat in Abu Dhabi für das Jahr 2011 ein Budget von gut 13 Millionen US-Dollar vereinbart, um die Arbeiten vor allem in den Bereichen Politikberatung und Wissensmanagement fortzuführen. Die Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen die Arbeiten mit weiteren rund 7 Millionen US-Dollar. Die Bundesregierung stellt 3 Millionen US-Dollar für das IRENA Innovations- und Technologiezentrum in Bonn bereit.
Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jürgen Becker, der die deutsche Delegation leitete, betonte nach seinen Gesprächen mit den Vereinigten Emiraten: „Wir sind überzeugt von der Dringlichkeit und von den enormen Chancen des Ausbaus erneuerbarer Energien. Gemeinsam mit allen IRENA-Staaten wollen wir den Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit beschleunigen. Die Zahl der Mitglieder von IRENA hat sich deshalb in Rekordzeit auf fast 150 Staaten verdoppelt.“
Anfang April 2011 wird die Vollversammlung, das oberste Organ, erstmals zusammentreten. Damit wird IRENA auch rechtlich in vollem Umfang eine internationale Organisation und der Gründungsprozess abgeschlossen. Im April wird dann auch der Generaldirektor beziehungsweise die Generaldirektorin von IRENA gewählt. Bis dahin leitet Vize-Generaldirektor Adnan Amin aus Kenia kommissarisch das Sekretariat.
Deutschland als Initiator von IRENA und die Vereinigten Arabischen Emirate als Sitzland haben betont, dass sie den Aufbau von IRENA weiter gemeinsam vorantreiben wollen. „Der Vorstandsvorsitzende von MASDAR, Dr. Sultan Al-Jaber, und ich haben vereinbart, unsere Zusammenarbeit sowohl bilateral als auch zum Wohle von IRENA zu intensiveren. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind für die deutsche Wirtschaft der erneuerbaren Energien und Forschungsinstitutionen ein hervorragender Standort“, sagte Becker.
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner im Gebiet des Mittleren Ostens und Nordafrikas. In kein Land der Region exportiert Deutschland mehr Güter und Dienstleistungen. Auch bei deutschen Direktinvestitionen steht es in der arabischen Welt an der Spitze. Etwa 800 Niederlassungen deutscher Unternehmen, darunter viele aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, sind im Land registriert. Mit der Gründung der deutsch-emiratischen Außenhandelskammer im Mai vergangenen Jahres steht nun auch eine Plattform zur Verfügung, diese guten Wirtschaftsbeziehungen weiter zu intensivieren.
Dem in der letzten Woche verstorbenen Hermann Scheer wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Er wurde für seinen Einsatz für die Förderung der erneuerbaren Energien und vor allem als Gründungsvater von IRENA geehrt.

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Erstellt von an 25. Okt 2010. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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