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Enges Zeitfenster zur Umsetzung der (IT-) Prozesse





Mit dem Inkrafttreten des Interimsmodells hat für die deutsche Energiewirtschaft am 1. Oktober 2017 eine neue Phase auf dem Weg zum intelligenten Messwesen begonnen. Zeitgleich läuft die flächendeckende Einführung von Identifikationsnummern (ID) für die Markt- und Messlokationen. Energieversorger stehen vor der Herausforderung, diese tiefgreifenden Veränderungen organisations- und softwareseitig in den Marktrollen umzusetzen. Die Schleupen AG hat die neuen Anforderungen fristgerecht in der eigenen Software realisiert und bereits Mitte September die Erweiterungen von Schleupen.CS ausgeliefert. Darüber hinaus unterstützt die Schleupen AG Markteilnehmer aller Rollen bei der Implementierung der neuen Prozesse mit weiterführenden Beratungsleistungen, die über die Softwareeinführung hinausreichen.

Zeitgleich zum Start des GeDiEw-Interimsmodells erfolgt die flächendeckende Einführung von drei neuen Stammdaten im deutschen Energiemarkt: Marktlokation, Messlokation sowie dem Lokationsbündel. Sowohl die Markt- als auch die Messlokationen müssen, um Verwechslungen vorzubeugen, zukünftig über eine eindeutige ID identifizierbar sein. IT-seitig geht bei der Aufsplittung des Zählpunktes die existierende Zählpunktbezeichnung gemäß Metering Code auf die Messlokation über. Die Marktlokation wird in einem zweiten Schritt mit einer neuen, eigenständigen ID ausgestattet. Die Generierung und Ausgabe der Marktlokations-ID erfolgt dabei durch eine zentrale Codevergabestelle. Die betroffenen Netzbetreiber müssen bis zum 1. Februar 2018 alle Marktlokationen mittels einer Marktlokations-ID identifizieren können. Die Transformation der Zählpunkt-ID zur Marktlokations-ID erfolgt in den Softwaresystemen tabellenbasiert. Der gesamte Prozess der Datenmodellumstellung muss dabei vollständig dokumentiert und revisionssicher archiviert werden, um den rechtlichen Nachweispflichten nachzukommen.

Die Energielieferanten sollten bei der Planung der Umstellung berücksichtigen, dass sie von allen Netzbetreibern, mit denen sie in einer Geschäftsbeziehung stehen, die neuen IDs für die Transformation anfordern müssen. Der Gesamtaufwand für die ID-Umstellung ist ähnlich aufwändig wie die kürzlich erfolgte SEPA-Umstellung und sollte nicht unterschätzt werden.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Zeit bis zur allgemeinen Marktverfügbarkeit von iMSys und dem Start der Rolloutverpflichtung zu nutzen, um die unternehmensinterne Umstellung auf die neuen Prozesse des Interimsmodells (Marktkommunikation) und die FNN-Prozesse zur Beschaffung, Installation und dem Betrieb von iMSys umzusetzen und dabei auch die Schnittstelle zum gewählten SMGWA-System zu prüfen.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1541264

Erstellt von an 17. Okt 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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