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Energieanbieter: Kunden wechseln erst ab 100 Euro Ersparnis





Preis ist Wechselgrund Nummer Eins

Wenn die Deutschen ihren Energieanbieter wechseln, spielen Umweltaspekte (13 Prozent) und schlechter Service (11 Prozent) zwar auch eine Rolle, aber in erster Linie geht es ums Sparen. Die meistgenannten Gründe für einen Wechsel sind günstigere Preise bei anderen Anbietern (62 Prozent), Preissteigerungen beim aktuellen Versorger (36 Prozent) und Wechsel- bzw. Neukundenboni (26 Prozent).

Doch ein Großteil der Befragten (28 Prozent) zieht einen Wechsel erst in Betracht, wenn sie dadurch mindestens 100 Euro jährlich einsparen. Für weitere 28 Prozent sollte die Ersparnis mindestens bei 200 Euro liegen. Jeder Zehnte würde sich sogar erst ab einem Sparbetrag von 500 Euro pro Jahr für einen neuen Anbieter entscheiden. Lediglich 5 Prozent gaben an, immer zu wechseln – bei jeder Minimalersparnis. Für 12 Prozent sind 50 Euro Einsparung schon ein Anreiz zum Wechseln.

Zufriedenheit beim bisherigen Anbieter bremst Nicht-Wechsler

Viele Deutsche bleiben ihrem Stromanbieter treu – trotz hoher Preise oder Preiserhöhungen. Die Umfrageteilnehmer, die noch nie ihren Anbieter gewechselt haben, nannten als Hauptgrund ihre Zufriedenheit beim aktuellen Versorger (61 Prozent). Weitere Gründe sind der zu hohe Aufwand (24 Prozent) und die Annahme, dass es keinen günstigeren Anbieter gibt (18 Prozent). Ebenso spielt immer noch die Angst vor einer Versorgungslücke (8 Prozent) für viele Verbraucher eine Rolle. Nach Angaben der Bundesnetzagentur haben rund ein Drittel der deutschen Haushalte ihren Anbieter noch nie gewechselt und befinden sich daher noch immer in der teuren Grundversorgung.

Starke Preisunterschiede bei Strom und Gas

Dabei sind auf dem Energiemarkt große Ersparnisse möglich. Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt in der Grundversorgung aktuell durchschnittlich 1.211 Euro. Das günstigste Angebot kostet im Schnitt nur 741 Euro – ein Preisunterschied von 470 Euro oder 39 Prozent.

Auf dem Gasmarkt sind die Preisdifferenzen mit derzeit 47 Prozent noch größer. Während eine Familie mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden durchschnittlich 1.434 Euro im Grundversorgungstarif bezahlt, werden beim günstigsten Anbieter nur 755 Euro fällig – das sind 679 Euro weniger.

Wer sich nach einem neuen Tarif umschaut, sollte allerdings nicht allein auf die Kosten achten. „Neben dem Preis sind auch faire Vertragsbedingungen wichtig. Dazu gehören kurze Vertragslaufzeiten und kurze Kündigungsfristen. Außerdem sorgen Preisgarantien für stabile Strompreise über die vereinbarte Laufzeit“, sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer des Vergleichsportals TopTarif.

Über die Umfrage

Die repräsentative Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. im Auftrag von TopTarif und Thermondo durchgeführt. Insgesamt wurden 1.037 Eigenheimbesitzer in Deutschland im Alter von 20 bis 69 Jahren zu Heizungstechniken und ihrem Wechselverhalten befragt. Die Online-Erhebung fand im Zeitraum vom 24. bis zum 30. August 2016 statt.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1467779

Erstellt von an 15. Mrz 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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