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DEG: Rekord bei Klimaschutz-Zusagen





– Neuzusagen mit 1,23 Mrd. Euro 20 Prozent höher als im
Vorjahr
– Portfolio um 13 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro gewachsen
– Klimaschutz-Zusagen rund 44 Prozent höher als 2010

Die Neuzusagen der DEG – Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH haben 2010 wieder das Niveau erreicht,
das sie vor der Finanzkrise hatten: Die DEG sagte wie zuletzt 2008
rund 1,23 Mrd. Euro für die Finanzierung privater Investitionen in
Entwicklungs- und Schwellenländern zu (2009: 1,01 Mrd. Euro). „Mit
den Finanzierungszusagen des vergangenen Jahres haben wir eine
beträchtliche Hebelwirkung erzielt und privatwirtschaftliche
Investitionen in Höhe von 7,7 Mrd. Euro angestoßen“, sagte Bruno
Wenn, Sprecher der DEG-Geschäftsführung, anlässlich der
Jahrespressekonferenz in Köln.

Nach der zweijährigen globalen Finanzkrise war die Zusammenarbeit
mit der DEG 2010 für viele Partner überlebenswichtig, vor allem weil
sich viele kommerzielle Banken aus Entwicklungs-, Schwellen- und
Transformationsländern zurückgezogen haben. Das Gesamtengagement der
DEG – das Portfolio im Eigenrisiko – stieg zum 31. Dezember 2010 um
13 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro.

„Ein Thema, das für uns höchste Priorität hat, ist der
Klimaschutz. Umso mehr freuen wir uns, dass wir für klimafreundliche
Investitionen im vergangenen Jahr fast 230 Mio. Euro zusagen
konnten“, betonte DEG-Geschäftsführer Wenn. Die Klimaschutz-Zusagen
lagen damit um rund 44 Prozent über dem Vorjahreswert. So finanziert
die DEG zum Beispiel in Nicaragua die Erweiterung eines
Erdwärmekraftwerks und fördert so eine klimafreundliche Technologie
in einem der ärmsten Länder der Welt.

Regionale und sektorale Schwerpunkte

In der strategisch wichtigen Region Afrika konnte die DEG mit 227
Mio. Euro (nach herausragenden 266 Mio. Euro 2009) erneut ein gutes
Resultat erzielen. Der größte Teil der Zusagen entfiel im vergangenen
Jahr erstmals auf Lateinamerika, wo die DEG 360 Mio. Euro (2009: 198
Mio. Euro) investierte. In Asien wurden 351 Mio. Euro (2009: 463 Mio.
Euro) zugesagt und in der Region Südost- und Osteuropa 259 Mio. Euro
(2009: 80 Mio. Euro). Deutsche Unternehmen sind eine zentrale
Zielgruppe der DEG. Im vergangenen Jahr stellte sie diesen 135 Mio.
Euro (2009: 137 Mio. Euro) für die Finanzierung ihrer
Auslandsinvestitionen bereit. Nach Branchen betrachtet, lagen 2010
der Finanzsektor und die Industrie nahezu auf gleicher Höhe. Mit 404
Mio. Euro (2009: 305 Mio. Euro) Zusagen im Finanzsektor und 398 Mio.
Euro (2009: 276 Mio. Euro) für die verarbeitende Industrie entfielen
auf diese beiden Sektoren jeweils rund 33 Prozent des Neugeschäfts.
Private Infrastrukturvorhaben machten mit 272 Mio. Euro (2009: 251
Mio. Euro) über 22 Prozent des Neugeschäfts aus. In der Agrar- und
Ernährungswirtschaft tätigte die DEG 8 Prozent ihrer Neuzusagen 2010,
im Dienstleistungssektor waren es knapp 5 Prozent.

Entwicklungspolitische Effekte

Die wesentlichen Wirkungen der unternehmerischen
Entwicklungszusammenarbeit der DEG sind die Schaffung und Sicherung
von Arbeitsplätzen, die Verbesserung des Steueraufkommens des
Investitionslandes sowie dessen Devisenbilanz. Zusammen mit den im
Jahr 2010 finanzierten Unternehmen hat die DEG rund 115.000
Arbeitsplätze gefördert. Dazu kommen über 220.000 Beschäftigte bei
Zulieferbetrieben produktiver Unternehmen und Endkreditnehmern in
Finanzsektorprojekten. Darüber hinaus werden die mitfinanzierten
Unternehmen durch Steuerzahlungen in den Partnerländern zu
Staatseinnahmen in Höhe von über 490 Mio. Euro pro Jahr beitragen und
jährlich etwa 2,7 Mrd. Euro Nettodevisenerlöse erwirtschaften. Einen
zusätzlichen entwicklungspolitischen Akzent setzt das
develoPPP.de-Programm, das die DEG im Auftrag des Bundesministeriums
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit 1999
durchführt. Die DEG hat im letzten Jahr 76 neue Projekte mit 20,4
Mio. Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert. Die privaten
Unternehmen steuerten weitere 27,4 Mio. Euro bei. Eine dieser Firmen
ist das Familienunternehmen Knauf, einer der führenden europäischen
Hersteller von Baustoffen auf Gipsbasis: Knauf errichtet ein
Schulungszentrum für Trockenbau im Irak.

Für 2011 erwartet die DEG eine anhaltend hohe Nachfrage nach ihren
langfristigen Finanzierungen und plant daher erneut ein Neugeschäft
in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. „Damit wollen wir kleine und mittlere
Unternehmen und klimafreundliche Investitionen fördern, wir wollen
die Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen intensivieren, unser
Engagement in Afrika ausweiten und die Risikokapitalfinanzierungen
ausbauen“, so DEG-Geschäftsführer Wenn zu den Plänen des
Entwicklungsfinanzierers für das laufende Jahr.

Pressekontakt:
Anja Strautz
Stellv. Pressesprecherin

DEG – Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft
Strategie und Kommunikation
Kämmergasse 22
50676 Köln

Tel.: +49 221 4986 1474
Fax: +49 221 4986 1292
mailto:presse@deginvest.de

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Erstellt von an 15. Feb 2011. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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