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Bundesweites Modellprojekt: Mit neuen Lehrmethoden für mehr Klimaschutz im Bauhandwerk sorgen





Können Handwerk und Klimaschutz gemeinsame Interessen haben? Wenn ja, welche und wie finden diese im Betriebsalltag zueinander? Antworten auf diese Fragen bietet das bundesweite Modellprojekt ?HAKS ? HandwerksAusbildung für Klimaschutz?, denn umweltfreundlich und wertbeständig Bauen sowie bei der Planung Energiekosten und kommende Baustandards im Blick behalten, das sind Kriterien für qualitativ hochwertiges Bauen und Sanieren, die sich nicht ausschließen sondern heute schon ergänzen. Die Klimaschutzagentur energiekonsens hat mit HAKS ein Gewerke übergreifendes Fortbildungsprogramm entwickelt, welches Handwerksbetrieben alles Wissenswerte rund um die Möglichkeiten von Klimaschutz am Bau vermittelt, und dabei bewährte Lehrmethoden mit dem Einsatz digitaler Medien verbindet.
Als Vorzeigeprojekt mit Transfercharakter angelegt setzt sich ?HAKS ? HandwerksAusbildung für Klimaschutz? derzeit in fünf Regionen Norddeutschlands beispielhaft für eine freiwillige Qualifizierung von Azubis und Fachkräften im Bauhandwerk ein. Dabei verfolgt HAKS mehrere Ziele, die Handwerksbetrieben einige Vorteile bieten: Zum einen lehrt es Schlüsselqualifikationen für Gewerke übergreifendes Bauen und Sanieren, die sich auf alle handwerklichen Tätigkeiten beziehen, die auf mehr Energieeffizienz und somit Klimaschutz am Bau abzielen. Hierbei kommen sowohl im Unterricht wie auch auf der Baustelle digitale Medien zum Einsatz, die sich besonders für die Azubi-Generation als motivationsfördernd herausstellen. So gibt es ein Online-Quiz, bei dem sie ihr Wissen mit anderen messen können, und eine interaktive Hausgrafik, die besonders bei der Schnittstellenthematik Aufschlussreiches bietet. Zum anderen unterstützt HAKS Handwerkerinnen und Handwerker dabei, das Erlernte direkt praktisch anzuwenden und damit die Qualität am Bau weiter zu verbessern. Betriebe können sich zudem mit ihrem Klimaschutz spezifischen Know-how von der Konkurrenz abheben und Wettbewerbsvorteile aneignen.
Die ?HAKS ? HandwerksAusbildung für Klimaschutz? ist in kostenlosen und jeweils nur knapp dreistündigen Modulen angelegt, die einzeln und je nach thematischem Interesse besucht werden können. Das Qualifizierungsangebot richtet sich zum einen an die ausbildenden Meister und Gesellen in den Betrieben wie auch an die Auszubildenden selbst. Mitmachen können die Berufe Dachdecker, Zimmerer, Maurer, Trockenbauer, Maler und Lackierer, Schornsteinfeger, Elektroniker, Anlagenmechaniker SHK, Tischler, Stahl- und Betonbauer.
Initiiert von energiekonsens, der gemeinnützigen Klimaschutzagentur für das Land Bremen, bieten auch die Klimaschutzagenturen in den Regionen Weserbergland, Göttingen, Hannover und Hamburg HAKS an. Die Inhalte werden dabei kontinuierlich und gemeinsam vom Institut für Technik und Bildung der Uni Bremen mit Handwerksbetrieben und Berufsbildungseinrichtungen weiter entwickelt. Das Projekt ?HAKS ? HandwerksAusbildung für Klimaschutz? wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms ?Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf ? BBNE? durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
www.haks-projekt.de
 

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=1473880

Erstellt von an 30. Mrz 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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