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Brände löschen erwünscht: bei Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach





Die auf die Reinigung und Wartung von Photovoltaikanlagen spezialisierte Sunny Clean
GmbH informiert Feuerwehren im Umgang mit Hausbränden und Solarstrom.

Sie machen sich Sorgen was mit einer Photovoltaikanlage passiert wenn das Haus einmal
brennt? Worauf muss die Feuerwehr achten? Wo sind Gefahren?
Sunny Clean GmbH ist spezialisiert auf die Reinigung von Photovoltaikanlagen und deren
Wartung.
Durch den Einsatz von Reinstwasser zur Solarreinigung haben wir uns Gedanken zum
Umgang mit Wasser und Solarstrom gemacht. Wir reinigen Solarmodule zur
Ertragssteigerung und müssen daher genau wissen, wie man mit den Anlagen umgeht.
Aber nun zum Brandeinsatz:
Solarmodule (Zusammenschaltung von Solarzellen) liefern Ausgangsspannungen bis zu
100 V Gleichspannung, die in der Höhe nur schwach abhängig von der einfallenden
Lichteinstrahlung sind. Sehr stark variiert mit der Lichteinstrahlung jedoch die Stromstärke
und somit die Ausgangsleistung der Solarmodule.
Von Wechselrichtern, das sind die elektronischen Komponenten, die aus dem Solarstrom
Netzwechselstrom erzeugen, können zurzeit Eingangsspannungen bis 1000 V
Gleichspannung verarbeitet werden. Der Anlagenbetreiber wird versuchen, diese maximale
Eingangsspannung durch geschicktes Verschalten der Solarmodule auszunutzen.
Hierdurch werden Leitungsverluste minimiert und der Wirkungsgrad der Anlage gesteigert.
Dies erklärt, warum auf den Verbindungsleitungen von den Solarmodulen zu den
Wechselrichtern sehr hohe Gleichspannungen anliegen können. „Auch beim Trennen der
Hausstromversorgung (Hausanschluss) bleiben diese gefährlichen Spannun-
gen bestehen. Sie lassen sich bei den heutigen Anlagen nicht abschalten und können
auch in der Nacht bei Mondschein oder bei künstlicher Beleuchtung anliegen!“ erklärt
Bastian Ringsdorf, Geschäftsführer der RIG Solar GmbH. Es gibt keine festen Regeln, wo
und wie die spannungsführenden Leitungen einer Photovoltaik-Anlage im oder am
Gebäude zu verlegen sind. Mit dem Betreiber der Anlage ist deshalb Kontakt
aufzunehmen, um über Besonderheiten der Anlage Kenntnis zu erlangen. Des Weiteren
sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass weitere Gefährdungen für
Feuerwehrangehörige durch Absturz von Anlagenteilen gegeben sein können. Im Vorfeld
erstellte Feuerwehreinsatzpläne über solche Anlagen können den Führungskräften
hilfreiche Informationen liefern.
Nach § 29 Abs. 2 Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehren“ (GUV-V C53) sind bei
Einsätzen in elektrischen Anlagen und in deren Nähe Maßnahmen zu treffen, die
verhindern, dass Feuerwehrangehörige durch elektrischen Strom gefährdet werden. Diese
Forderung schließt ein, dass geeignete Werkzeuge und Hilfsmittel benutzt werden, DIN
VDE 0132 „Brandbekämpfung im Bereich elektrischer Anlagen“ beachtet wird und
Unterweisungen durchgeführt werden. Insbesondere sind folgende Mindest-
Sicherheitsabstände zu elektrischen Anlagen bis 1000 V zu beachten:
• 1 m zwischen Feuerwehrangehörigen und spannungsführendem Anlagenteil,
• 1 m bei Sprühstrahl zwischen einem genormten C-Strahlrohr nach DIN 14365
und spannungsführendem Anlagenteil,
• 5 m bei Vollstrahl zwischen einem genormten C-Strahlrohr nach DIN 14365 und
spannungsführendem Anlagenteil,
• Für andere Strahlrohre, zum Beispiel nach DIN EN 15182, sind die Abstandsan-
gaben der Hersteller verbindlich zu beachten.

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=230391

Erstellt von an 19. Jul 2010. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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