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Blockheizkraftwerk: Lauschhütte spart Energie und schont Umwelt





Hohe Energiekosten sind vielen Hausbesitzern und Mietern ein Dorn im Auge. Auch die Betreiber vom Forsthaus Lauschhütte haben sich Gedanken gemacht und kamen zu einer einfachen Lösung: der Kraft-Wärme-Kopplung. Mit sofortiger Wirkung (14. September) hat in dem historischen Gebäude im Binger Wald ein sogenanntes Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW) seine Arbeit aufgenommen. Die Lauschhütte spart damit mehr als 6.000 Euro pro Jahr und leistet zudem einen Beitrag für den Klimaschutz. Erst vor zwei Jahren war die Lauschhütte nach aufwändigen Sanierungsarbeiten eröffnet worden und ist mit Gastronomie und Event-Angeboten sowie dem benachbarten Kletterwald eine gefragte Anlaufstelle.

„Für uns ist das Blockheizkraftwerk eine ideale Lösung, die ohne großen Aufwand und großes Risiko Betriebs-Kosten reduziert und wegen der Umweltfreundlichkeit gut zu unserem Gesamtkonzept in dieser natürlichen Umgebung passt“, sagt Markus Bender, Geschäftsführer der Lauschhütten Betriebs GmbH & Co Event KG. Eine ökologische, solarthermische Anlage zur Warmwasseraufbereitung gehört bereits zur Ausstattung der Haustechnik. Eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Dach der Lauschhütte hätte zwar grundsätzlich beim Umbau das Energiekonzept ergänzen können, „aber das hätte definitiv nicht zum Charakter des Forthauses gepasst“.

So fiel die Wahl jetzt auf das dezentrale Blockheizkraftwerk „Dachs“ des bayerischen Unternehmens SenerTec, das der Heizungsanlage vorgeschaltet ist und wie bisher Flüssiggas an der Lauschhütte verwendet. Das im Vergleich zu Öl schadstoffarme Gas wird an der Lauschhütte ohnehin zum Kochen benötigt. Die Kraft-Wärme-Kopplung zeichnet ein hoher Wirkungsgrad aus, d.h. die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, wird direkt genutzt. Beim Dachs treibt ein Sachs-Motor den Generator an, der Strom erzeugt. Die dabei entstehende Wärme verpufft nicht, sondern wird über einen Pufferspeicher der Heizung in der Lauschhütte zugeführt. Reicht die vom kompakten Mini-BHKW produzierte Strommenge nicht für den Eigenbedarf aus, wird der Strom wie bisher vom Energieversorger bezogen, wird mehr Strom als benötigt produziert, wird dieser ins Netz eingespeist und mit 8,12 Cent vergütet. Den neuen Dachsbau errichtet hat das SenerTec-Center Simmern, das das BHKW auch pflegen wird. „Die Anlage wird im Schnitt mindestens die Hälfte unseres Strombedarfs decken und nach fünf Jahren hat sich die Investition voll gerechnet und wir verdienen nicht nur, sondern schonen vor allem auch unsere Natur“, so Markus Bender.

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Erstellt von an 14. Sep 2010. geschrieben in Energiesparen, Heiztechnik. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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