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Bioethanol-Report 2010: Zuwächse in Produktion und Verbrauch / Nach den abschließenden Angaben des BAFA stieg die Produktion wie in den Jahren zuvor weiter an





Im Jahr 2010 wurden 604.000 Tonnen in deutschen Anlagen
produziert, rund 10.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Dietrich Klein,
Geschäftsführer des BDBe: „Die deutsche Bioethanolproduktion ist seit
2006 jedes Jahr gewachsen. Die Bioethanol herstellenden Unternehmen
tragen somit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bei und schaffen
Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen.“

Die Produktionskapazität stieg auf eine Million Tonnen Nach der
Fertigstellung einer neuen Bioethanolanlage in Premnitz (Brandenburg)
Ende 2010 betrug die Jahreskapazität aller im Verlauf der vergangenen
sechs Jahre in Betrieb genommenen Anlagen der deutschen
Bioethanolhersteller nun 1 Mio. Tonnen (2009: 0,9 Mio. Tonnen). Die
Produktionskapazitäten aller Anlagen wurden somit in 2010 im
Durchschnitt zu mehr als 60 Prozent ausgeschöpft. Die Differenz
zwischen Verbrauch und Produktion wurde in 2010 durch Importe aus
EU-Staaten wie Frankreich, Spanien und den Niederlanden ausgeglichen.

Rohstoffeinsatz in 2010 nahezu unverändert

Die Verteilung der Rohstoffe für die Bioethanolproduktion blieb
2010 stabil: Ein Drittel der Produktion entfiel auf Rübenstoffe, zwei
Drittel des deutschen Bioethanols wurden aus Futtergetreide gewonnen.
Insgesamt wurden in den deutschen Bioethanolanlagen 648.367 Tonnen
Rübenstoffe und 1,36 Mio. Tonnen Futtergetreide verarbeitet. Andere
Rohstoffe wie Rückstände aus der Lebensmittelindustrie hatten mit
einem Anteil von weniger als einem Prozent geringe Bedeutung.

Verbrauch

Der Verbrauch von Bioethanol ist in 2010 ebenfalls gestiegen:
Nahezu 1,16 Mio. Tonnen wurden insgesamt für Beimischungen zu Benzin
verwendet, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 256.000 Tonnen
oder 28 Prozent.

Bioethanol machte im Jahr 2010 knapp sechs Prozent (volumetrisch)
des gesamten Benzinverbrauchs aus – um 1,4 Prozentpunkte mehr als im
Jahr zuvor. 1,16 Mio. Tonnen Bioethanol wurden in Deutschland
getankt. Dieser Verbrauchsanstieg war wie im Vorjahr auf
Direktbeimischung zurückzuführen: 2010 wurden mit 1,02 Mio. Tonnen
knapp 50 Prozent mehr Bioethanol direkt zu Benzin beigemischt als
2009. Um 40 Prozent rückläufig war der Verbrauch des Benzinadditivs
ETBE. 88 Prozent des Bioethanols wurde für die maximal fünfprozentige
direkte Beimischung für E5 verwendet, 11 Prozent für die Herstellung
von ETBE und ein Prozent für die Kraftstoffsorte E85.

Entwicklung in 2011 und Ausblick

Dietrich Klein: „Aufgrund der seit Anfang 2011 geltenden
Nachhaltigkeitszertifizierung gehören die Unternehmen in Deutschland
zu den ersten Bioethanolherstellern weltweit, die garantiert
nachhaltige Ware anbieten. Nur dieses Bioethanol kann in Deutschland
auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden, nicht zertifizierte
Produkte haben keine Chance auf dem Markt. Wegen des zunehmenden
Absatzes von E10 gehen wir davon aus, dass der Marktanteil weiter
ansteigen wird.“

Pressekontakt:
Carola Wunderlich
030 3 01 29 53-13
presse@bdbe.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=529102

Erstellt von an 28. Nov 2011. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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