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Bayerngas sucht in Brandenburg nach Erdgas / Bayerngas GmbH führt in 2013 eine Aufsuchungsbohrung zur Feldeserkundung im Landkreis Oder-Spree durch





Die Bayerngas GmbH, München, wird ab 2013 in der
Gemeinde Beeskow im Landkreis Oder-Spree, Brandenburg, nach Gas
suchen. Dr. Thomas Rupprich, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH,
fasst die Gründe des bayerischen Unternehmens für das Engagement in
Brandenburg zusammen: „Die erneuerbaren Energien benötigen Erdgas als
Backup und eine deutsche Eigenförderung ist besser als zusätzlicher
Import von Erdgas. In der Region Beeskow wurde bereits in den
1960er-Jahren Erdgas nachgewiesen und für uns, als
konzernunabhängiges Unternehmen, wird eigengefördertes Gas für das
Gasbeschaffungsportfolio immer wichtiger.“ Bisher war Bayerngas über
das Tochterunternehmen Bayerngas Norge AS, Oslo, im skandinavischen
und britischen Explorationsgeschäft tätig. Die über Jahre gewonnene
Expertise im Offshore-Bereich ist die Grundlage für ein Engagement
und die Betriebsführerschaft auch in Deutschland.

Die vermutete Erdgas-Lagerstätte in der Lizenz Reudnitz, nahe der
Stadt Beeskow, ca. 70 km südöstlich von Berlin, liegt in einer
Sandsteinschicht in 2.700-3.000 m Tiefe. Das zu erwartende Gasvolumen
beträgt mehr als fünf Milliarden Kubikmeter. Diese Menge würde
ausreichen, um 200.000 Haushalte – ca. 15 Prozent aller Haushalte in
Brandenburg – über einen Zeitraum von zehn Jahren mit einheimischem
Erdgas zu versorgen.

Bei den geplanten Bohraktivitäten handelt es sich um erprobte
Routineoperationen auf hohem technischen Niveau, wie sie in den
letzten Jahrzehnten in ganz Westeuropa ausgeführt wurden. Das heißt,
das vielerorts kritisch hinterfragte Fracking-Verfahren, wie es bei
Schiefergestein zum Einsatz kommt, steht wegen der Sandsteinformation
nicht zur Diskussion: es handelt sich um eine klassische
Erdgaslagerstätte, bei der das Erdgas durch seinen Eigendruck durch
eine einbetonierte Verrohrung kontrolliert an die Oberfläche gelangt.

Die Lagerstätte verfügt neben einem vermutlich hohen Anteil an
förderbarem Erdgas auch über wirtschaftlich gewinnbares Helium sowie
ähnlich viel Stickstoff, wie es auch in unserer natürlichen Atemluft
enthalten ist. Das Gasgemisch müsste gegebenenfalls getrennt werden.
Dies würde in einer hierfür eigens zu errichtenden technischen Anlage
erfolgen. Der Bau dieser anspruchsvollen Anlage ist abhängig von dem
erfolgreichen Ergebnis der Aufsuchungsbohrung.

Für die Region ist darüber hinaus von großer Bedeutung, dass das
Engagement von Bayerngas GmbH nicht im Zusammenhang mit
Kohlenstoffdioxid-Speicherung (CCS) steht. Für die Bayerngas GmbH
steht ausschließlich die Erdgasförderung im Fokus. CCS ist kein
Geschäftsfeld der Bayerngas GmbH. Das Erstellen von Seismiklinien –
noch für Ende 2012 geplant – dient ausschließlich der Erdgassuche und
stellt eine Verdichtung bereits vorhandener Linien dar, die zu diesem
Zweck in der Vergangenheit gemacht wurden.

Bisherige Untersuchungen anderer Unternehmen zum Thema
CO2-Verpressung bezogen sich auf höher gelegene Gesteinsschichten.
Die Gesteinsschicht, in der Erdgas vermutet wird, liegt so tief, dass
eine CO2-Verpressung unwirtschaftlich wäre. Es müsste gegen einen
Druck von rund 300 bar und mehr angegangen werden.

Die Bayerngas GmbH sieht ihr Engagement im Einklang mit den Zielen
der „Energiewenderegion Brandenburg“. Die Brandenburgische
Landesregierung verabschiedete am 28. Februar 2012 die
„Energiestrategie 2030“ mit dem Ziel des Ausbaus und der
Systemintegration der erneuerbaren Energien. Die erneuerbaren
Energien sollen bis 2030 einen Anteil von mindestens 32 % am
Primärenergieverbrauch haben, am Endenergieverbrauch soll der Anteil
40 % betragen.

Als Ergänzung zu den Erneuerbaren nimmt die Partnerenergie Erdgas
eine wichtige Rolle zum Ausgleich von Volatilitäten (Schwankungen bei
der Einspeisung) ein. Mit Gas kann wetterunabhängig Wärme und Strom
erzeugt werden. Explorations- & Produktionsaktivitäten bei Gas stehen
damit im Kontext der Energiewende und tragen zur
Versorgungssicherheit beim Ausbau der erneuerbaren Energien in
Brandenburg und ganz Deutschland bei. So hebt auch die
Landesregierung von Brandenburg das Potential der Gasinfrastruktur in
ihrer „Energiestrategie 2030“ hervor:

„Das derzeit größte Potenzial bieten Energiespeichersysteme auf
Gasbasis. Für Wasserstoff und Methan liegt das Speicherpotenzial in
Deutschland aufgrund der gut ausgebauten Gasnetzinfrastruktur im
mehrstelligen Terawattbereich (1 TWh = 1 Mrd. Kilowattstunden). Das
Gasnetz könnte zum wichtigsten Energiespeicher werden, der für den
weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien erforderlich ist.
Regenerativer Strom wird über die Elektrolyse zu Wasserstoff
umgewandelt und ins Gasnetz eingespeist und/oder in einer
nachgeschalteten Methanisierung zu Methan umgewandelt. In wind- und
sonnenarmen Zeiten könnte dann eine Rückverstromung aus dem Gasnetz
erfolgen.“

Mit einer Gasförderung in Brandenburg trägt Bayerngas nicht nur
zur erhöhten Versorgungssicherheit bei, sondern unterstützt auch den
Wirtschaftsstandort Brandenburg. Positive arbeitsmarktpolitische und
wirtschaftliche Effekte können beispielsweise durch die Schaffung
neuer Arbeitsplätze und eine verstärkte kommunale Wertschöpfung im
Zusammenhang mit den Produktionsanlagen entstehen.

Pressekontakt:
Dirk Barz
Pressesprecher
Poccistr. 9
80336 München
Tel.: +49 (0)89 7200-339
Fax.: +49(0)89 7200-448
E-Mail: dirk.barz@bayerngas.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=745867

Erstellt von an 19. Okt 2012. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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