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Baxi Innotech spart 30 Prozent Energie





Die Suche nach Alternativen bei der Strom- und Wärmeversorgung im Wohnbereich führt zwangsläufig zur dezentralen Mikro-KWK. Dabei weisen Brennstoffzellen-Heizgeräte höchste Wirkungsgrade und enormes Einsparpotenzial auf. Rechtzeitig zur Hannover Messe erläutert der VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mit einer kürzlich durchgeführten Umfrage die Zuversicht der Brennstoffzellenindustrie zu Wachstum und steigender Investition.
Mit der Entwicklung ihres hocheffizienten Brennstoffzellen-Heizgerätes (BZH) wird die Baxi Innotech GmbH der energiepolitischen Forderung zur Effizienzsteigerung künftig eine nachhaltige und umweltpolitisch saubere Lösung entgegenstellen.
Allein in Deutschland kommen jährlich 250.000 Eigenheime für die Umrüstung in Betracht. „Die Brennstoffzellenindustrie erkennt das wachsende Potenzial und zieht hier erfreulich mit“, resümiert Guido Gummert, Stellvertretender Vorsitzender VDMA Brennstoffzellen und Geschäftsführer der Baxi Innotech, bei seinem Vortrag auf der Hannover Messe, „wir rüsten uns für den baldigen Markteinstieg.“
Die Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung kommt an
Die erneute, intensive Diskussion um den Atomausstieg rückt das für Deutschland geltende Ziel, mindestens 25 Prozent des benötigten Stroms mit der KWK zu erzeugen, wieder ins Rampenlicht. Das erklärt nach Ansicht von Guido Gummert das auffallend große Interesse der Kommunen und Stadtwerke an der auf Mikro-KWK basierten Brennstoffzellen-Technologie. Sie bietet die effizienteste aller bekannten Technologien innerhalb der KWK. Das mit 1,0 kWel und 1,7 kWth ausgelegte Aggregat von Baxi Innotech ist speziell auf die energetischen Anforderungen von Einfamilienhäusern abgestimmt.
Höheres Einsparpotenzial als bei gängigen Systemen
Einer Studie des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) zufolge erklärt sich der Trend zu kleineren Systemen in der Heizungstechnik in seiner Wirtschaftlichkeit: Neben dem überschaubaren Investitionsbedarf und der Abschreibungskomponente trägt insbesondere das BZH zur Effizienzsteigerung bei. „Bedenkt man, dass 30 Prozent des gesamten bundes-deutschen Energiebedarfs in den privaten Haushalten besteht, wird das mögliche hohe Einsparpotenzial mit dem BZH sehr klar“, betont der Hamburger Geschäftsführer Gummert.
Ein Vergleich zwischen konventioneller Heiztechnik, wie sie heute noch weitgehend in den Kellern betrieben wird, mit einem Brennwertkessel in Kombination mit regenerativer Solartechnik, ergäbe eine Ersparnis von bis zu 30 Prozent an Primärenergie. Setzt man die BZH-Technik, gepaart mit der Brennwerttechnik für die Spitzenlast, der konventionellen Heiztechnik zum Vergleich, ließen sich nahezu 50 Prozent an primärer Energie einsparen.
Für den Markt der nahen Zukunft bereit
Allein in Deutschland wird der Bedarf an energetischer Sanierung bei den Einfamilienhäusern auf rund zwölf Millionen Einheiten geschätzt – europaweit ein riesiger Markt. So setzt auch der Mutterkonzern der Baxi Innotech, die BDR Thermea Gruppe, auf das technisch ausgereifte und praxiserprobte Konzept der hocheffizienten Zukunftstechnologie, auch in anderen europäischen Ländern. Der weltweit drittgrößte Heizgerätehersteller sieht die Chancen im Markt durch kontinuierliche Investitionen in die Weiterentwicklung von Produktinnovationen, wie die des Brennstoffzellen-Heizgerätes, für seine nationalen Markenstrategien. „Wir sind im technischen Feinschliff“, so Gummert, „die Marktvorbereitungsphase läuft.“
Mit seinem Vortrag auf der diesjährigen Hannover Messe betonte Guido Gummert, dass die enge Zusammenarbeit mit den Zulieferern wesentlich zur Realisation der zehnjährigen Entwicklung beigetragen habe. Ebenso habe der Erfahrungsaustausch mit den Fachhandwerkern im Feld entscheidend dazu geführt, die Einbindung des BZH in das Energieversorgungssytems des Einfamilienhauses sicher zu implementieren.
VDMA-Umfrage bestätigt Trend zur Brennstoffzelle
Den Aussagen von Unternehmen der Brennstoffzellenindustrie zufolge zeichnet sich eine lebhafte Entwicklung der Märkte für stationäre Systeme sowie für Anwendungen der frühen und speziellen Märkte ab. So betonte VDMA-Geschäftsführer Johannes Schiel auf der Hannover Messe, dass die Umfrageergebnisse von 2010 auf 2011 ein Umsatzzuwachs im hohen zweistelligen Prozentbereich erwarten lassen. Mittelfristig, so zeigt das Ergebnis der an der Umfrage beteiligten Unternehmen, darf mit einem Zuwachs von 50 auf 300 Millionen Euro gerechnet werden. „Wir gehen, bezogen auf alle VDMA Brennstoffzellen-Mitglieder, von dem doppelten Wert aus“, so Schiel, „langfristig entwickelt sich für die frühen Märkte und den stationären Bereich ein milliardenschwerer Markt.“ Die Wertschöpfung bei den deutschen Unternehmen läge bei rund 80 Prozent verlockend hoch. Wer da nicht von Anbeginn dabei sei, so Johannes Schiel weiter, ließe „ein große Chance ungenutzt.“
VDMA Verband Deutscher Maschinenbau e.V.
Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen / Kurzprofil
Die VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen ist das Industrienetzwerk für Systemhersteller und Zulieferer. Sie bietet den Unternehmen die Chance, die für Brennstoffzellen relevanten Themen im Interesse der Industrie zu bündeln und gemeinsam die notwendigen Rahmenbedingungen für eine zügige Markteinführung der Brennstoffzellentechnologie aufzuzeigen.
In der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen sind 2010 etwa 60 Unternehmen und Institutionen organisiert. Die Mitglieder repräsentieren die gesamte Wertschöpfungskette: System- und Komponentenhersteller, Entwickler und Forschungsinstitute.
www.vdma.org

Die Baxi Innotech GmbH ist ein Entwicklungsunternehmen für Brennstoffzellen-Heizgeräte. Vor zehn Jahren gegründet, fand die Gesellschaft 2002 als Tochterunternehmen in der Baxi Gruppe ihren Platz. Sie avancierte dort zum Brainpool der Gruppe für innovative Produktentwicklungen auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplungs- Technologie. In engem, partnerschaftlichem Dialog mit internationalen Zulieferern, Energieversorgungsunternehmen und dem Fachhandwerk entwickelt Baxi Innotech das Brennstoffzellen-Heizgerät für das Einfamilienhaus. Das Hamburger Unternehmen nimmt seit 2008 am Callux-Projekt teil, dem Praxistest der Bundesregierung und der Industrie zur Marktvorbereitung von stationären Brennstoffzellen- Heizgeräten, speziell für das Einfamilienhaus. Seit November 2009 gehört die Baxi Innotech zur neuen Formation der BDR Thermea. Gemeinsam mit der bisherigen De Dietrich Remeha Gruppe wird der so geschaffene Konzern in stärkerem Maße mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten und Services auf angestammten und internationalen Wachstumsmärkten tätig sein.
www.baxi-innotech.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=382409

Erstellt von an 6. Apr 2011. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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