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AUTO BILD exklusiv: Wucher an der Ladesäule: Strom teurer als Benzin (FOTO)





Strom an öffentlichen Spendern bis zu doppelt so teuer wie
Kraftstoff / Grund: Abrechnung nach Ladezeit pro Stunde / Behörden
verteidigen Abrechnungsart / Strom aus eigener Ladebox deutlich
günstiger

Elektroautos fahren günstig? Leider nein, wie AUTO BILD in der
aktuellen Ausgabe 9/2017 (EVT: 3.3.2017) exklusiv berichtet. Um
Energie für 100 Kilometer an einer öffentlichen Standard-Ladesäule in
der Berliner Innenstadt zu zapfen, muss ein aktueller e-Golf fast
vier Stunden für 19,80 Euro am Stecker hängen. Zum Vergleich betankte
die Redaktion einen Golf TSI mit Verbrennungsmotor. Das Ergebnis: Bei
dem Benziner reichen 9,65 Euro für 100 Kilometer. AUTO BILD-Redakteur
Claudius Maintz: „Standard-Zapfanlagen spenden zwar mit elf oder 22
Kilowatt Wechselstrom, aber die meisten e-Autos können wegen ihrer
langsamen Wechselstrombuchsen davon nur einen Bruchteil aufnehmen.
Der aktuelle e-Golf schafft nur 3,7 Kilowatt pro Stunde. Bei einer
Abrechnung nach Ladezeit wird das schnell ein teurer Spaß.“

Schneller und etwas günstiger geht es an
Hochgeschwindigkeits-Stromspendern, die mit 50 Kilowatt Gleichstrom
liefern. Der dafür notwendige Schnelllade-Anschluss am e-Auto gehört
allerdings nicht zur Standard-Ausstattung. Der e-Golf war in nur 24
Minuten mit Strom aus dem Turbo-Lader für 100 Kilometer versorgt.
Kostenpunkt: 11,55 Euro – und damit immer noch teurer als Benzin.

Die öffentlichen Ladesäulen werden von der Stadt bereitgestellt.
Rund 10.000 Euro kostet die Standard-Ausführung, Turbo-Stromspender
etwa das dreifache. Obwohl der Bund die Zapfanlagen bis 2020 mit 300
Millionen Euro fördert, muss die Stadt die Milliardeninvestitionen
wieder reinholen. Die Lösung: Der Strom wird nach Ladezeit pro Stunde
abgerechnet. Berlins Behörden verteidigen diese Art der Abrechnung.
„Die teure Infrastruktur wird andernfalls nicht nur zum Laden,
sondern auch zum Gratisparken genutzt“, sagt Herrmann Blümel von der
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Immerhin: In
Kürze werde zumindest minutengenau abgerechnet.

„Kein Wunder also, dass in Ballungsräumen 85 Prozent der
E-Auto-Besitzer ihr Fahrzeug zu Hause laden“, so Maintz. „An der
eigenen Ladebox zahlen sie für eine Reichweite von 100 Kilometern nur
4,35 Euro. Da lohnt sich der Anschaffungspreis für die private
Zapfstation: Bei 600 Euro geht es los. Noch billiger fährt nur, wer
seinen Strom selbst erzeugt.“

Den Artikel „Strom teurer als Benzin“ lesen Sie in der aktuellen
Ausgabe 9/2017 von AUTO BILD, die am 3. März 2017 erscheint. AUTO
BILD im Internet: www.autobild.de

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Pressekontakt:
Redaktion AUTO BILD
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Telefon: (040) 347 23663
E-Mail: claudius.maintz@autobild.de

Agentur
Katharina Hardt
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Telefon: (040) 533 088 84
E-Mail: k.hardt@johnwarning.de

Original-Content von: AUTO BILD, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 2. Mrz 2017. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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