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Auch Gebühren für Gasnetze steigen deutlich / Aufschläge um bis zu 35 Prozent / LichtBlick sieht Kritik an überhöhten Netzentgelten bestätigt





Nach deutlichen Kostensteigerungen beim Stromnetz
drehen nun auch die Betreiber der Gasnetze an der Preisschraube. Nach
Angaben des Energieanbieters LichtBlick steigen die Gebühren für den
Gastransport an Endkunden zum Jahreswechsel um bis zu 35 Prozent. Im
Mittel erhöhen die Netzbetreiber die Abgabe um 10 Prozent. Damit
steigen die jährlichen Gaskosten für einen Drei-Personen-Haushalt um
etwa 30 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende von LichtBlick, Heiko von Tschischwitz,
kritisiert die steigenden Gebühren für die Strom- und Gasnetze:
„Offenbar versuchen Konzerne und Stadtwerke, die durch die
Energiewende schwindenden Gewinne beim Betrieb fossiler Kraftwerke
durch höhere Einnahmen aus dem Netzbetrieb auszugleichen. Hier ist
die Bundesnetzagentur als zuständige Genehmigungsbehörde gefragt.“

Bereits in der vergangenen Woche hatte LichtBlick die neue
Preisrunde bei den Strom-Netzentgelten kritisiert. Daraufhin hatte
die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, die Erhöhungen mit Hinweis
auf den Ökostrom-Ausbau verteidigt. „Frau Müller verschweigt die
ungerechtfertigt hohen und risikofreien Renditen der Netzbetreiber
von über neun Prozent“, so von Tschischwitz.

Spätestens die Erhöhung der Gasnetz-Gebühren, die eindeutig nicht
auf den Ökostrom-Ausbau zurückgeführt werden könne, zeige die
tatsächlichen Motive der Gebührenerhöhungen auf: „Die neuen
Preisrunden dienen vor allem der Gewinnmaximierung der
Netz-Monopolisten unter dem Deckmantel der Energiewende.“ Der
LichtBlick-Chef fordert niedrigere Renditegarantien und schärfere
Kostenkontrollen für die Netzbetreiber.

Wie am Montag bekannt wurde, steigt 2013 auch die sogenannte
„Sonderkunden-Umlage“ von 0,151 auf 0,329 Cent pro Kilowattstunde.
Mit dieser Abgabe finanzieren Verbraucher und Mittelstand die
Befreiung größerer Unternehmen von den Strom-Netzentgelten.
LichtBlick fordert eine ersatzlose Streichung der Subvention.

LichtBlick:

LichtBlick ist der größte unabhängige Energieanbieter Deutschlands
und Marktführer für Ökostrom und Ökogas. Das innovative Unternehmen
beliefert über 600.000 Privat- und Großkunden mit klimafreundlicher
Energie. LichtBlick erzeugt in dezentralen ZuhauseKraftwerken von
Volkswagen SchwarmStrom für die Energiewende. Der 1998 gegründete
Energieanbieter mit Sitz in Hamburg beschäftigt 460 Mitarbeiter und
erzielte 2011 einen Umsatz von 625 Millionen Euro.

Kontakt:
Ralph Kampwirth, Leiter Unternehmenskommunikation, LichtBlick AG,
Zirkusweg 6, 20359 Hamburg, Tel. 040-6360-1208,
ralph.kampwirth@lichtblick.de

Kurz-URL: https://www.88energie.de/?p=747493

Erstellt von an 23. Okt 2012. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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