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Argusaugen auf die Energieforschung





Wie lässt sich die Transparenz staatlicher Förderpolitik im Bereich der Energieforschung verbessern? Auf die Informationsplattform EnArgus können künftig Projektträger, Politiker und Interessierte auf Forschungsprojekte zugreifen. Das System soll auch die Bewertung von technologischen Entwicklungen vereinfachen.

Erklärtes Ziel des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung vom September 2010 ist es, die Transparenz staatlicher Förderpolitik im Bereich Energieforschung zu verbessern und die Bewertung von Technologieentwicklungen zu erleichtern. Das Verbundprojekt EnArgus soll genau das leisten. Im Fokus von EnArgus stehen die Konzeption, Entwicklung und Erprobung für Energieforschungsvorhaben, die durch Bund und Länder gefördert werden. Wissenschaftler, Projektträger und Politiker, aber auch Interessierte können sich über die Energieforschung in Deutschland informieren. Wissenschaftler und der Projektträger haben mehr Zugriffsrechte, beispielsweise um Textbeiträge zu verfassen.

„Für EnArgus werden keine neuen Daten erhoben, sondern bereits vorhandene aus verschiedenen Quellen eingebunden“, erklärt Professor Wolfgang Prinz, EnArgus-Projektleiter vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, die Informationsplattform. Bisher werden die Daten eher für betriebswirtschaftliche Zwecke genutzt. Prinz führt weiter aus: „In EnArgus geht es darum, die vorhandenen Informationen zusammenzutragen, auszuwerten und kontinuierlich bereitzustellen.“ In EnArgus werden intelligente Suchverfahren zur Recherche nach semantisch ähnlichen Vorhaben entwickelt. Das soll die Suchergebnisse verbessern. Wissenschaftler entwickeln aus der Energieforschung und der Informatik eine sogenannte Energieforschungsontologie. Dazu verfassen Energieforscher Wiki-Fachbeiträge, dann extrahiert das EnArgus automatisch Energiefachbegriffe.
Sucht man beispielsweise den Begriff „Batterie“, ordnet das System diesen zu „Energiespeicher? ein und verknüpft ihn mit „Redox-Flow-Batterie?. Relationen zwischen Begriffen werden identifiziert und in die Ontologie gespeist. Die Suche wird konkreter: Der Suchbaum zeigt dann die „Vanadium-Redox-Flow-Batterie? als Treffer an.
Suche wird geografisch visualisiert

EnArgus ist mit einem Werkzeugkasten zur Auswertung und Visualisierung von Suchergebnissen ausgestattet. Geografische Schwerpunktkarten sollen unter anderem zeigen, an welchen Orten besonders viel zu einem bestimmten Themengebiet geforscht wird. „Entwickelt man das System weiter, könnte EnArgus künftig auch für Forschungsprojekte im europäischen Rahmen eingesetzt werden“, gibt Prinz einen Ausblick.

Das Verbundprojekt EnArgus wird mit rund 900.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bis Juni gefördert. Im Verbund beteiligt sind die Fraunhofer-Institute FIT, FKIE, ISI und UMSICHT, das Forschungszentrum Jülich, der IT-Dienstleister OrbiTeam Software sowie die Ruhr-Universität Bochum.
EnArgus auf den Berliner Energietagen 2013

Während der diesjährigen Berliner Energietage wird Professor Wolfgang Prinz das Verbundprojekt EnArgus vorstellen. Der Vortrag (Veranstaltungsnummer 1.06, Schwerpunkt „Informationssystem für die Energiewende“) findet am Donnerstag, 16. Mai 2013 ab 18 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung bei Frau Hülya Bakir, PtJ-BerlinerEnergietage(at)fz-juelich.de, ist jedoch erforderlich.

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Erstellt von an 7. Mai 2013. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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