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“Altkleider-Königin” gegen Kaufrausch / Zum “Black Friday” zeigt Greenpeace die Folgen exzessiven Kleiderkonsums





Für einen kauffreien Tag wirbt am heutigen “Black
Friday” eine “Trash Queen” in der Hamburger Innenstadt. Ihre sieben
Meter lange Schleppe aus Altkleidern symbolisiert die weltweite Menge
an textilem Müll: Über 100 Milliarden Kleidungsstücke werden jedes
Jahr hergestellt, kurz getragen und weggeworfen. Die globale
Textilproduktion hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als
verdoppelt. “Schnelllebige Modetrends führen zu riesigen Mengen
Textilmüll”, sagt Alexandra Perschau, Textil-Expertin von Greenpeace:
“Wir kaufen und entsorgen Kleidung in einem Tempo, das der Planet
nicht aushält.” Die “Altkleider-Königin” von Greenpeace unterstützt
daher den “Buy Nothing Day”, der seit 1992 den Gegenpol zum
Schnäppchentag “Black Friday” bildet. Als Botschafterin für
nachhaltigen Modekonsum repräsentiert sie auch die
Greenpeace-Textilkampagne “Detox”.

Jeder deutsche Verbraucher kauft im Schnitt jährlich 60 neue
Kleidungsstücke. Gleichzeitig wird die Kleidung nur noch halb so
lange getragen wie vor 15 Jahren. “Die Trends von heute sind der Müll
von morgen”, sagt Perschau. Etwa eine Million Tonnen Textilien werden
hierzulande jährlich in die Altkleidersammlung gegeben. Doch die
Second-Hand-Märkte sind inzwischen gesättigt und sogar die Länder des
Südens verweigern sich dem Textilmüll: 42 Staaten aus Afrika,
Süd-Amerika und Asien haben den Import von Altkleidern inzwischen
beschränkt oder verboten.

Fast Fashion endet als Putzlappen oder Isoliermaterial

Neben der Masse an verbrauchter Billigmode wird auch deren
schlechte Qualität zum Problem. Polyester ist der Treibstoff für Fast
Fashion: 60 Prozent der Kleidung besteht inzwischen aus der
erdölbasierten Kunstfaser, deren Produktion dreimal mehr
klimaschädliches Treibhausgas emittiert als Baumwolle. Mikrofasern
aus Polyester verschmutzen Gewässer und sind vor allem wegen ihrer
Auswirkungen auf Meereslebewesen brisant. Für Fast Fashion wird
Polyester oft mit Naturmaterialien gemischt – damit sind die Stoffe
kaum recyclingfähig. Der Textilmüll wird geschreddert und zu
Putzlappen, Dämmstoffen oder Isoliermaterial verarbeitet.

Mit der Kampagne “Detox” überzeugt Greenpeace seit dem Jahr 2011
Modemarken, auf giftige Textilchemikalien zu verzichten. 78
Unternehmen, darunter die Fast-Fashion-Marktführer Zara und H&M,
haben sich der Kampagne angeschlossen und wollen bis zum Jahr 2020
auf Schadstoffe in der Herstellung verzichten. Dennoch bringen die
Marken jedes Jahr bis zu 24 Kollektionen in ihre Läden, anstatt
langlebige und hochwertige Kleidung zu produzieren, die reparierbar
und vollständig kreislauffähig ist. Erfolge im Chemikalienmanagement
dieser Unternehmen könnten daher durch die wachsende Produktion und
den steigenden Konsum überholt werden.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Alexandra Perschau, Tel.
0151-5765 5110, oder Pressesprecherin Simone Miller, Tel.
040-30618-343. Fotos erhalten Sie unter Tel. 040-30618-376, Videos
unter Tel. 0178-5033 393. Greenpeace-Pressestelle: Telefon
040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf Twitter:
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Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 25. Nov 2016. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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