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Weitblick beim Einspeisermanagement





Das Einspeisermanagement gleicht aktuell einem Kampf an mehreren Fronten: Denn es geht bei Weitem nicht nur um die neuen Prozesse, die hinsichtlich der Einführung des Herkunftsnachweisregisters des Umweltbundesamtes umzusetzen sind. Die steigende Anzahl der Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, die in das allgemeine Versorgungsnetz einspeisen, sowie der wachsende Trend zum Wechsel in die Direktvermarktung fordern gleichzeitig mehr Effizienz in der Abrechnung. Netzbetreiber sollten sich nach Meinung der Berater der enmore consulting AG daher frühzeitig überlegen, wie sie den damit einhergehenden Aufwand zukünftig am effektivsten bewältigen. Die Fachabteilungen, die sich mit dem Einspeisermanagement befassen, stoßen bereits jetzt an ihre Grenzen und im Zuge der politisch beschlossenen Energiewende ist kein Ende dieser Entwicklung in Sicht – ganz im Gegenteil. Daher lautet die Empfehlung, die Suche nach passenden Lösungen möglichst schnell, ganzheitlich und mit Weitblick anzugehen, um die Abbildung der verschiedenen Anlagen im System des Netzbetreibers sowie deren passgenaue Abrechnung auf ein solides Fundament zu stellen. Der Ansatz der enmore sieht dabei vor, auf Basis einer fundierten Analyse der jeweiligen Systemausprägungen und Stammdaten individuell passende Umsetzungsstrategien zu definieren, bei denen die Prozessoptimierung im Fokus steht.

Mit der Einführung des Herkunftsnachweisregisters (HKNR) zum 1. Januar 2013 weist der Gesetzgeber den Netzbetreibern klare Verantwortlichkeiten zu. Neue Formate und Prozesse kommen hinzu und die damit einhergehenden Datenkonstrukte müssen sich systemseitig abbilden lassen. Ebenso ist eine Flexibilisierung der Abrechnung dringend erforderlich. Denn die Anreize zur Einspeisung erneuerbarer Energien laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zeigen bei den Betreibern solcher Anlagen deutliche Wirkung. Neben der EEG-Vergütung nach § 16 EEG wird vor allem von der seit Anfang des Jahres bestehenden Möglichkeit der Direktvermarktung nach § 33b EEG zunehmend Gebrauch gemacht. Wie die Statistik der vier Übertragungsnetzbetreiber auf deren Informationsplattform im Internet zeigt (http://www.eeg-kwk.net/de/Monatsprognosen.htm), ist die installierte Leistung im Rahmen des Marktprämienmodells seit Januar 2012 um fast das Doppelte angestiegen – von 13.513 Megawatt im Januar auf insgesamt 26.888 Megawatt im September. Ebenso zeigen die Praxiserfahrungen der enmore-Berater, dass die Anlagenbetreiber bereits die ebenfalls seit Januar bestehende Option des monatlichen Wechsels zwischen EEG-Vergütungsmodell und Direktvermarktung bzw. zwischen den verschiedenen Formen der Direktvermarktung nach § 33 EEG nutzen.

Jede neue Anlage, die ans Netz angeschlossen wird, sowie jeder Direktvermarktungswechsel geht mit einem umfassenden Aufwand auf Seiten des zuständigen Verteilnetzbetreibers einher. Die Fachabteilungen müssen jeden Monat neue Daten in das IT-System einpflegen und Abrechnungsmodalitäten anpassen, was derzeit vor allem manuell geschieht. „Sobald ein Anlagebetreiber von der EEG-Vergütung in die Direktvermarktung wechselt, müssen die Bilanzierung, Abrechnung und nicht zuletzt auch das Reporting auf Seiten des zuständigen Netzbetreibers angepasst werden. Das heißt, die Sachbearbeiter fassen jedes einzelne betroffene Vertragskonto an, führen den kompletten Prozess des Wechsels mit Anmeldung und Abmeldung durch und aktualisieren monatlich Produkte und Tarife – in vielen Fällen manuell“, weiß Matthias Wolf, Senior Consultant bei enmore.

Alles deutet darauf hin, dass die Belastung in den nächsten Monaten und Jahren weiter zunimmt. Daher sollten die Verteilnetzbetreiber frühzeitig Optimierungspotenziale hinterfragen und die Einführung des HKNR auch als Chance begreifen, um zusätzliche Effizienz in ihre Prozesse zu bringen. Hierbei unterstützen die Berater der enmore consulting AG entsprechend der Bedürfnisse und analysieren beispielsweise in Workshops, welche Umsetzungsstrategie sich im individuellen Fall am besten eignet. Laut ihrer Aussage gäbe es zahlreiche Angriffspunkte, um Automatismen zu verankern und das Tagesgeschäft zu erleichtern. So kann nicht zuletzt die neue technologische Basis des SAP Common Layer zusätzliche Flexibilität gewährleisten – sowohl hinsichtlich der Erstellung der Herkunftsnachweise als auch der zukünftigen Abbildung der Einspeiserwechselprozesse und einfachen Zuweisung spezifischer Abrechnungskonditionen sowie Bilanzierungs- und Reporting-Modalitäten.

Bildrechte: Umweltbundesamt

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Erstellt von an 10. Okt 2012. geschrieben in Allgemein, Sonstige. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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