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Von allen Engeln der erste





Am 31. August 2012 traf die Benachrichtigung bei der Bremer erecon AG ein, am 4. September hielt der erecon-Vorstandsvorsitzende Harald Rossol die Urkunde dann in der Hand: Als erstes Unternehmen bundesweit darf die erecon AG den ‚Blauen Engel‘ als „Ausweis für die besondere
Umweltfreundlichkeit“ eines Rechenzentrums führen.

Die Vorgeschichte beginnt im Jahr 2003, als Harald Rossol sich mal wieder über die Höhe der Stromrechnungen ärgerte: „Ich wollte ein Rechenzentrum schaffen, das – verglichen mit der
Rechenleistung des Jahres 2003 – in einigen Jahren nur noch ein Prozent zuvor eingesetzter Energie für identische Rechenleistungen benötigt.“ Zeitgleich hatte weltweit die Green-IT-Bewegung eingesetzt. Denn den Experten war aufgefallen, dass kommerzielle Rechenzentren längst mehr Energie verbrauchten als der weltweite Flugverkehr – mit steigender Tendenz. So stieß eine Idee gleich anfangs in eine Marktlücke.

Auf dem Weg zum Ein-Prozent-Rechenzentrum brachen die Bremer IT-Berater mit einer Reihe von Dogmen, mit Glaubenssätzen also, die durch nichts bewiesen waren. Zum Beispiel mit der Ansicht, dass es in einem Serverraum kühl zu sein habe. Die Server der erecon AG laufen heute bei
Temperaturen weit oberhalb von 30°C – die anfallende Abwärme der Umluft wird im Sommer wie im Winter zum Klimatisieren der Büros genutzt. Darüber hinaus wurden die Server virtualisiert, der Speicherbedarf optimiert, die Netzteile geschrumpft und vieles mehr. Insgesamt verbraucht das
Bremer Rechenzentrum heute zwei Drittel weniger Energie als im Jahr 2003 – bei gestiegener Aufgabenlast.

Presseberichte über die erecon AG verschafften dem Unternehmen Publizität. Als ‚Pionier für Green IT und Nachhaltigkeit in Deutschland‘ wurde daher die erecon AG hinzugezogen, als es bei der RAL gGmbH um die Entwicklung des ‚Blauen Engels‘ ging. Der Stromverbrauch der IuK-Technologien war zu diesem Zeitpunkt bundesweit auf 55,4 Terawattstunden im Jahr angestiegen. Es galt rasch Kennzahlen zu entwickeln, die ein besonders umweltfreundliches Rechenzentrum kenntlich machen, um diesen Anstieg zu begrenzen.

Die RAL UZ-161 – dies der bürokratische Name für diesen ‚Blauen Engel‘ – ist beileibe kein Papiertiger
geworden. Die Zertifizierung verlangt den Betreibern einiges an Aufwand ab: Sie müssen zunächst die Energieeffizienz ihrer Infrastruktur bestimmen, in Form des Kennwertes EUE (Energy Usage Effectiveness). Auf der Basis von DIN EN ISO 50001 oder EMAS etablieren sie dann ein dauerhaftes Energiemanagementsystem, das auch die energiebewusste Beschaffung neuer Komponenten regelt. Ferner wird eine ‚Servervirtualisierung‘ Pflicht, dieser Virtualisierungsgrad wird weiterhin kontinuierlich optimiert. Für Netzteile gilt künftig mindestens der Effizienzstandard ‚80 Plus Gold‘, auch die Jahresarbeitszahl des Kühlsystems wird erfasst und technisch ständig verbessert. Zum Lohn erhalten die Unternehmen dann nicht nur den ‚Blauen Engel‘, sie entlasten Umwelt und
Firmenbilanzen zugleich durch erhebliche energieeinsparungen bei gleichzeitig gestiegener Betriebssicherheit.

Natürlich musste unter solchen Umständen die erecon AG mit gutem Beispiel vorangehen: Als Beratungsunternehmen für Nachhaltigkeit im IT-Bereich unterstützen die Bremer andere Firmen bei der Reduktion von Energiekosten in Rechenzentren. Und natürlich war es auch ihr Rechenzentrum, das als erstes alle Stationen einer nachhaltigen Zertifizierung im IT-Bereich durchlief.

Kurz-URL: http://www.88energie.de/?p=739115

Erstellt von an 10. Okt 2012. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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