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Surf-Aktion auf dem Rhein: Deutsche Umwelthilfe und Plastic-Soup-Surfer starten Projekt gegen Vermüllung der Meere





Surfer Merijn Tinga startet am Bodensee zu einer
1.200 km langen Fahrt auf dem Rhein mit einem Surfbrett aus
Plastikflaschen – Einladung zum Pressetermin der DUH mit dem
Plastik-Soup-Surfer am 6. Juni im badischen Rheinfelden – DUH und der
Plastic-Soup-Surfer rufen zur Abfallvermeidung durch Mehrwegflaschen
und zur Einführung von Pfandsystemen auf – Coca-Cola soll
Mehrwegausstieg in Deutschland beenden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Surfer Merijn Tinga rufen
gemeinsam zur Vermeidung von Plastikabfall in den Meeren auf und
starten hierzu eine Aktion auf dem Rhein. Am 4. Juni beginnt der
sogenannte Plastic-Soup-Surfer am Bodensee seine 1.200 Kilometer
lange Reise auf dem Rhein bis zum Endpunkt in Leiden an der
niederländischen Nordseeküste. Merijn Tinga reist auf einem Surfbrett
aus im Meer gesammelten Plastikflaschen und Verschlüssen. Die Flüsse
und Weltmeere sind voll davon. Rund zehn Millionen Tonnen Müll
gelangen jährlich in die Ozeane, wovon etwa drei Viertel aus Plastik
sind. Durch Strömungen gelangen Plastikflaschen und Tüten auch in die
entlegensten Winkel der Erde.

„Um das Problem der Meeresverschmutzung wirklich in den Griff zu
bekommen, müssen Abfälle in erster Linie vermieden werden. Weil
Plastikflaschen den größten Anteil an Abfällen in den Meeren
ausmachen, sollten Getränke in wiederbefüllbaren und abfallarmen
Mehrwegflaschen angeboten werden. Weil in Deutschland die
Mehrwegquoten – auch wegen dem Mehrwegausstieg von Coca-Cola –
sinken, muss Umweltministerin Hendricks die Mehrwegquote im
Verpackungsgesetz verbindlich machen. Durch Sanktionsmaßnahmen, wie
zum Beispiel einer Abgabe von 20 Cent auf Plastikflaschen und Dosen,
können auch einwegorientierte Unternehmen, wie Coca-Cola, Pepsi, Aldi
und Lidl an den Umweltschutz herangeführt werden“, sagt
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

„Dort wo es keine Mehrwegflaschen gibt, sind Pfandsysteme ein
Lösungsansatz. Weil Verbraucher ihr bezahltes Pfandgeld wieder
bekommen wollen, entsorgen sie Plastikflaschen nicht in der Umwelt,
sondern geben sie im Supermarkt zurück“, sagt der Plastik-Soup-Surfer
Merijn Tinga. In Deutschland konnte durch die Einführung eines
Pfandsystems die wilde Entsorgung von jährlich mehr als zwei
Milliarden Plastikflaschen und Dosen in der Umwelt fast komplett
gestoppt werden. Allerdings sollten nicht nachvollziehbare Ausnahmen
von der Einwegpfandpflicht gestrichen werden, wie zum Beispiel für
Säfte und Nektare.

Die Surf-Aktion soll auch Aufmerksamkeit auf die Hersteller der
vielen Milliarden Einwegplastikflaschen, wie zum Beispiel Coca-Cola
lenken. Der amerikanische Brausegigant trägt weltweit die größte
Verantwortung für Plastikflaschen in den Weltmeeren. Ein Ende 2016
veröffentlichtes internes Strategiepapier belegte, dass Coca-Cola
neben der Bekämpfung von Mehrwegflaschen auch die Einführung von
Pfandsystemen und höherer Recyclingquoten verhindern möchte. In
Deutschland ist der Soft-Drink-Konzern dabei, aus dem Mehrwegsystem
auszusteigen und hat bereits zwei von drei Mehrwegflaschen aus dem
Sortiment genommen. Diese Unternehmenspolitik führt zu immer größeren
Abfallbergen aus Plastik. Die Botschaft der DUH und des
Plastik-Soup-Surfers an den europäischen Coca-Cola Chef Damian Gammel
ist, wiederbefüllbare Mehrwegflaschen einzusetzen und die Einführung
von Pfandsystemen zu unterstützen.

Einladung zum Pressetermin

Am 6. Juni 2017 macht der Plastik-Soup-Surfer Halt im
schweizerischen Rheinfelden und nimmt an einem gemeinsamen
Pressetermin mit der DUH teil, der um 12:00 Uhr beim Wasserkraftwerk
Rheinfelden der Energiedienst AG (Wasserkraftwerk Rheinfelden,
Chleigrütstrasse 1, CH-4310 Rheinfelden) beginnt. Neben einem
Kurzfilm über die Aktion des Plastik-Soup-Surfers informieren wir Sie
über alle Hintergründe zur Verschmutzung der Meere, zu
verantwortlichen Akteuren und Lösungsstrategien. Ebenso stehen die
Experten des Rhein-Wasserkraftwerks Rede und Antwort, wieviel Müll
der Rhein Jahr für Jahr transportiert. Selbstverständlich können
Fotos vom Plastikflaschen-Surfboard und Merijn Tinga in Aktion
gemacht werden.

Links:

Route des Plastic-Surfers, der aktuelle Stand der zurückgelegten
Strecke, Berichte über Aktionen an Zwischenpunkten, Interviews,
Videos und Bilder http://plasticsoupsurfer.org/

Kampagnenmaterialien Mehrweg ist Klimaschutz
http://www.duh.de/mehrweg_klimaschutz0/

Geleaktes Strategiepapier zur europäischen Unternehmenspolitik von
Coca-Cola: http://l.duh.de/p301116

Faktencheck zum Mehrwegausstieg von Coca-Cola:
http://l.duh.de/r4psu

Kontakt:

Steffen Holzmann, Projektleiter ecoIT Deutsche Umwelthilfe
+49 (0) 170 4120449, holzmann@duh.de

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft Deutsche Umwelthilfe
+49 (0) 30 2400 867 43, +49 (0) 151 18256692, fischer@duh.de

Kim van den Anker, Kampagnenplanung Plastic Soup Surfer
+31 (0) 631917734, kimvdanker@gmail.com

DUH-Pressestelle

Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88energie.de/?p=1496231

Erstellt von an 2. Jun 2017. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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