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SIE sucht Partner mit Pinselohr / Deutsche Wildtier Stiftung: Die Paarungsrufe der Luchse verhallen oft ungehört





„Single-Frau sucht wilden Nachtschwärmer mit
Stummelschwanz, ausgeprägtem Backenbart, gutem Gehör und scharfem
Blick zwecks Familienplanung…!“ Die Paarungszeit der Luchse (Lynx
lynx) beginnt jetzt im Februar, doch die Partnersuche gestaltet sich
extrem schwierig: Mister Pinselohr ist sehr selten! Und so verhallen
die Rufe der Tiere oft ungehört.

Das Vorkommen von Luchsen ist in Deutschland auf wenige Gebiete
beschränkt, denn die Wildkatze hat große Ansprüche an ihren
Lebensraum. Die Einzelgänger brauchen für ihre Streifzüge
geschlossene Waldgebiete und kommen gegenwärtig beispielsweise im
Bayerischen Wald und im Harz vor. Der letzte Fotonachweis eines
Luchses im Pfälzerwald ist fünf Jahre alt. „Eine tierische
Partnerbörse für Luchse gibt es nicht, doch in der Pfalz hilft der
Mensch aktiv nach“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen
Wildtier Stiftung. „Wildfänge aus dem Schweizer Jura und den Karpaten
in der Slowakei sollen im kommenden Jahr im Pfälzerwald ausgewildert
werden, um die faszinierenden Tiere langfristig anzusiedeln.“

Das „LIFE“-Projekt zur Wiederansiedlung von Luchsen im
Biosphärenreservat Pfälzerwald wird von der Stiftung Natur und Umwelt
Rheinland-Pfalz in Abstimmung mit dem Umweltministerium in Mainz
durchgeführt. Ob die Partnersuche der Luchse in Zukunft eine Chance
hat, wird sich zeigen. „Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt
das Projekt finanziell“, sagt Goris. „Die Arbeit ist aufwendig und
das Geld ist gut angelegt“, sagt die Pressesprecherin der Deutschen
Wildtier Stiftung. „Für den Luchs bietet der Pfälzerwald als relativ
unzerschnittener Lebensraum gute Überlebenschancen.“ Eines steht
fest: Nur mit Unterstützung der Menschen hat die europäische
Großkatze die Möglichkeit auf ein Leben in Freiheit.

Spaziergänger müssen sich nicht fürchten: Luchse meiden den
Menschen. Auch die Beziehung unter Luchsen dauert nicht lange: Gleich
nach der Paarung wird der Erzeuger von der Katze fauchend verjagt. Um
den Nachwuchs kümmert sich „Mama Luchs“ nach etwa zweimonatiger
Trächtigkeit selbst. Die alleinerziehende Mutter – sie bringt ein bis
fünf Jungtiere zur Welt – ist fünf Monate lang mit dem Säugen und ein
Jahr mit der Aufzucht der Rasselbande beschäftigt.

Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt das LIFE-Projekt zur
Wiederansiedlung von Luchsen im Biosphärenreservat Pfälzerwald der
Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, die sich für eine
überlebensfähige Luchspopulation im Pfälzerwald engagiert.

Pressekontakt:
Eva Goris, Pressesprecherin, E.Goris@DeWiSt.de,
www.DeutscheWildtierStiftung.de,
Telefon: 040 9707869-13

Kurz-URL: http://www.88energie.de/?p=1167963

Erstellt von an 3. Feb 2015. geschrieben in Umwelttechnologien. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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