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–Salamanderfresser–: Ein Gebot des Artenschutzes – Endlich den kommerziellen Wildtierhandel stoppen





Seit 2012 wütet ein aggressiver Hautpilz unter den Salamandern in Holland und Belgien und hat binnen kürzester Zeit ganze freilebende Feuersalamander-Populationen ausgerottet. Der Pilz wird v.a. über den Heimtierhandel aus Südostasien eingeschleppt. Nun haben Forscher des Zoologischen Institutes der TU Braunschweig erstmalig das Vorkommen des tödlichen Salamanderpilzes (Batrachochytrium salamandrivorans – Bsal) bei in Deutschland privat gehaltenen Amphibien nachgewiesen. Hierzu erklärt die Vizepräsidentin des Deutschen Naturschutzringes, Undine Kurth:

„Diese Studie belegt in erschreckender Deutlichkeit, welche Gefahren der Handel und die Haltung von Wildtieren in sich bergen. Und sie zeigt leider auch, dass heimische Wildbestände hierdurch real bedroht sind. Seit Jahren fordern Tier- und Artenschutzorganisationen auch mit Blick auf diese Gefahren, den kommerziellen Import von Wildfängen und den Handel mit Wildtieren auf gewerblichen Börsen konsequent zu unterbinden. Der Deutsche Naturschutzring unterstützt diese Forderung nachdrücklich. Es ist völlig unverständlich, warum dieser Schritt zum Schutz der heimischen Tierwelt von den politisch Verantwortlichen noch immer nicht gegangen wird.“

Hintergrund:
Die Bundesregierung hat zwar in ihrem Koalitionsvertrag 2013 deutliche Einschränkungen des Handels mit und der Privathaltung von Wildtieren vereinbart, geschehen ist nach zwei Jahren Regierungszeit jedoch noch nichts. Die EU nimmt zumindest das Risiko der Einschleppung von Krankheiten bereits sehr ernst und hat wegen des Salamanderfressers für das Dezember-Treffen der Berner Konvention einen Resolutionsentwurf vorbereitet, der sogar einen Importstopp als Maßnahme in Erwägung zieht, wenn sich kein präventives Screening etablieren lässt:

„? 5. Consider to temporarily ban the salamander trade as a preventive measure against the introduction of Batrachochytrium salamandrivorans through pet trade if preventive risk screening for detecting infectious diseases cannot be systematically carried out;?“

Link zur Pressemittelung der Uni Braunschweig :
https://blogs.tu-braunschweig.de/presseinformationen/?p=9396

Helga Inden-Heinrich

DNR-Geschäftsführerin

Tel.: 030 / 678 1775 – 98

Kurz-URL: http://www.88energie.de/?p=1272912

Erstellt von an 8. Okt 2015. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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