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Russland: ETW Energietechnik sichert Wirtschaftlichkeit energieintensiver Lebensmittelindustrie-Betriebe





In einem geschlossenen Produktionszyklus wurde dafür die gesamte Wertschöpfungskette „vom Feld bis zum Ladentisch“ effizient ausgebaut. Der High-tech-Schlachthof ist mit moderner Automatisierungstechnik ausgestattet und entspricht damit auch den neuesten Umweltstandards. In diesem Zusammanhang war es nur konsequent, auch in eine eigene dezentrale Energieerzeugungsanlage zu investieren. Ein wesentlicher Bestandteil darin ist der Betrieb einer eigenen Kläranlage.

Im Zuge dieser Neuausrichtung hatte die Firma ETW Energietechnik aus Moers bereits im Jahr 2012 die ersten Erdgas Blockheizkraftwerke für die russische APK geplant, gebaut und installiert. Auf Basis der eigenen, ökologisch und ökonomisch tragfähigen Energieerzeugung konnte das Unternehmen gleich mehrere Wettbewerbsvorteile erzielen: Nicht nur die Einsparung von 40 Prozent der Energiekosten wurde damit realisert. Vor allem die Unabhängigkeit vom Versorger sowie die Einsparung der Investition in eine Mittelspannungsleitung konnten erreicht werden. Zudem hat ETW mit dem letzten Bauabschnitt der Energieversorgungsanlage ein modernes Energie- und Dampf-Konzept installiert.

Die Vorteile im Überblick:

• Niedrige Erzeugerkosten von Strom und Wärme
• Qualitätsvorteile gegenüber der über das Netz bereitgestellten Energie
• Versorgungssicherheit
• Unabhängigkeit etwa bei Netzausfällen
• Wirtschaftliche Bereitstellung von Dampf

Das Energiekonzept von ETW:

Die Inbetriebnahme der letzten ETW Anlagen enthielt drei Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von je 2.000 kW. Sie werden mit Erdgas versorgt und erzeugen somit eine elektrische Leistung von insgesamt 6.000 kW elektrisch und 3.021 kW thermisch. Ergänzt wurden die BHKW von ETW durch drei Dampferzeugerstationen mit Hybridkessel, die sowohl Abgaswärme der BHKW (913 kW) und aus der Verbrennung von Erdgas (2.536 kW) eine Dampfleistung von insgesamt 14.700 kg bereit stellen.

Die gesamte Anlage kann sowohl netzparallel – ohne Einspeisung – als auch im Inselbetrieb gefahren werden. Verwertet wird die Energie in den betriebseigenen Anlagen der AgroPromKomplektatsiya-Gruppe und der Dampf unter anderem für die Hygienisierung von Schlachtabfällen und als Prozessdampf in der Fleischverarbeitungsanlageverwendet. Eine Reserve der Leistung verbleibt zur Planung von weiteren Entwicklungsabschnitten, weil noch nicht alle Technologien und Anlagenmodule im Betrieb genommen wurden.

Die Anlage ist speziell auf den konkreten Bedarf der APK-Unternehmensgruppe zugeschnitten und damit in Russland und auch über die Landesgrenzen hinaus einmalig. Dementsprechend mussten sämtliche Lösungsmodule von ETW in dem Sonderprojekt speziell an den Rahmenbedingungen ausgerichtet werden. So ist zum Beispiel die Spannungsqualität im Netz nicht konstant gut, was sowohl die Synchronisation als auch den Parallel-Lauf im Dauerbetrieb beeinflusst. Diesem Umstand konnte ETW über automatische Umschaltungen im Inselbetrieb mit weiterer Rücksynchronisation zwischen zwei Einspeisungen entgegenwirken. Dafür mussten die Spezialisten von ETW diesen Umschaltprozess so einstellen, dass die BHKWs die schwer prognostizierbaren Lastzuschaltungen vornehmen. Die BHKWs sind so ausgestattet, dass sie auch die Lastenverteilung und die Zuschaltungen, etwa der BHKW im Stillstand, übernehmen.

Den Service der Anlage gewährleistet ETW über seine russische Partnerfirma ATS OST.

Kurz-URL: http://www.88energie.de/?p=1510596

Erstellt von an 13. Jul 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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