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Neues Positionspapier zur klimafreundlichen Umgestaltung des Wärmesektors





Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht „Blaupause
Wärmewende – für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Wärme“

Die Energiewende in Deutschland ist bis heute weitgehend eine
Stromwende. Vorhandenes Potential, um im Wärmebereich CO2 und Energie
einzusparen wird nicht ausgeschöpft. Das Ziel, bis 2050 den Ausstoß
von Treibhausgasemissionen im Wärmesektor um 80 Prozent zu
reduzieren, kann mit bestehenden Maßnahmen nicht erreicht werden. In
dem Positionspapier „Blaupause Wärmewende“ identifiziert die Deutsche
Umwelthilfe (DUH) Defizite bei den politischen Rahmenbedingungen und
zeigt verschiedene Handlungsoptionen auf, um die Energiewende im
Wärmebereich voranzutreiben. Denn: Für das Gelingen der Energiewende
und eine wirksame Klimaschutzpolitik sind eine Steigerung der
Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien im
Gebäudebereich notwendige Voraussetzungen.

Mit sieben Kernthemen liefert die „Blaupause Wärmewende“ Impulse,
um die Wärmeversorgung konsequent umzustrukturieren. Dazu zählen die
Weiterentwicklung der Gesetzesrahmen, die Einführung verbindlicher
Sanierungsfahrpläne sowie der Ausbau staatlicher Förderprogramme.
Transparenz und Planungssicherheit durch verlässliche
Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um
Investitionsentscheidungen für klimaschonende Sanierungsmaßnamen zu
fördern. Verbesserungspotential sieht die DUH bei der Kommunikation
über die Vorzüge einer erneuerbaren Wärmeversorgung und der
effizienten Nutzung von Endenergie. Auch die Debatte um
Nachhaltigkeit und ökologische Folgen von Bau- und
Sanierungsaktivitäten werde bisher vernachlässigt.

„Mit der Klimakonferenz im Rücken ist klar, dass eine
Dekarbonisierung des Wärmesektors nicht länger verschleppt werden
kann“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. „Wir
brauchen Planungssicherheit für Hausbesitzer, Investoren und
Verbraucher. Nach dem Klimagipfel von Paris müssen auch die
CO2-Minderungsziele für den Gebäudesektor nachgeschärft werden. Dafür
müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die klimagerechte
Gebäudesanierung verbessert werden. Unsere Blaupause Wärmewende macht
dafür konkrete Vorschläge.“ Die Wärmeversorgung ist für jährlich rund
ein Drittel der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und
über die Hälfte der Endenergie wird für die Bereitstellung von Wärme
verbraucht.

Vergleicht man den Strom- und Wärmesektor fällt auf, dass der
Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung
verhältnismäßig niedrig ist. „Es fehlen wichtige Anreize für den
Umstieg auf eine erneuerbare Energieversorgung“, erläutert Peter
Ahmels, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der DUH. „Gerade
jetzt, wo die Energieeinsparverordnung und das
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz überarbeitet werden und die
Energiepreise sehr niedrig sind, ist eine günstige Gelegenheit dafür.
Bevor wieder eine Festlegung für viele Jahrzehnte erfolgt und die
Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen noch für Jahrzehnte
festgeschrieben wird.“

Das Positionspapier „Blaupause Wärmewende“ finden Sie unter
http://l.duh.de/p290216

Pressekontakt:
Dr. Peter Ahmels, Leiter Energie & Klimaschutz
Tel.: 030 2400867-91, Mobil: 0151 16225863,
E-Mail: ahmels@duh.de

Paula Brandmeyer, Teamleiterin Energieeffizienz
Tel.: 030 2400867-97, E-Mail: brandmeyer@duh.de

Ann-Kathrin Marggraf, Pressereferentin
Tel.: 030 2400867-21, Mobil: 0151 26749133,
E-Mail: marggraf@duh.de

www.duh.de | https://twitter.com/Umwelthilfe |
www.facebook.com/umwelthilfe

Kurz-URL: http://www.88energie.de/?p=1326888

Erstellt von an 29. Feb 2016. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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