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Fossile Energien: China sorgt für Boom / Deloitte-Report gibt Ausblick auf Öl- und Gasbranche





Der Deloitte „Oil and Gas reality check
2011″ sieht Asien als zentralen Einflussfaktor für die globalen
Energiemärkte. Die weiter stark zunehmende Bedeutung der asiatischen
Volkswirtschaften, ihre Dynamik sowie der asiatische Anteil an der
Weltbevölkerung sind wesentliche Treiber. Daraus resultiert ein
immenser Energiebedarf. So hat der Run der asiatischen Staaten auf
die sogenannten unkonventionellen Gasvorkommen bereits begonnen.
Insgesamt spielt das Unconventional Gas eine immer wichtigere Rolle.
In Bezug auf die Strategie von globalen und staatlichen Erdöl- und
Gasunternehmen ist zu erkennen, dass die Erschließung alternativer
Energien spezialisierten Unternehmen überlassen wird, obwohl der
Anteil alternativer Energie am Gesamtvolumen stetig wächst. Beim Öl
wird die Nordsee trotz weltweiter Suche nach neuen Vorkommen auch
weiterhin eine wichtige Ressource bleiben.

„Trotz der Erfolgsgeschichte alternativer Energien werden Öl und
Gas auch in den nächsten 25 Jahren wichtige Energieträger bleiben.
Die Preise sind nach dem Verfall von 2008 und 2009 im Jahr 2010
stabil geblieben beziehungsweise steigen – beim Öl kratzen sie wieder
an der 80-Dollar-Marke pro Barrel. Treiber ist der Energiehunger
Chinas, der 2011 auch für steigende M&A-Aktivitäten sorgen wird“,
erklärt Hans Günter Wolf, Partner Energy & Resources bei Deloitte.

Tiefseebohrung: Risikomanagement rückt in den Fokus

Bei der Ölförderung hat die Katastrophe im Golf von Mexiko nicht
nur für die Umwelt gravierende Folgen: Zwar werden die
Tiefseebohrungen weitergehen, jedoch unter veränderten Vorzeichen –
das Risikomanagement spielt eine deutlich größere Rolle. Bei der
regionalen Gewichtung von Erschließungs- und Förderaktivitäten wird
die Nordsee auch in den kommenden Jahren eine feste Größe darstellen,
allerdings eher bei kleinen, schnell zu erschließenden Feldern –
Branchenexperten erwarten hier die Entwicklung von wirtschaftlichen
Standardverfahren.

Boom bei unkonventionellem Gas

Einen Boost prognostizieren die Experten bei unkonventionellem
Gas, also Erdgas aus alternativen Quellen wie Schiefer. Neu entdeckte
Vorkommen in den USA eröffnen Perspektiven auf weitgehende
Importunabhängigkeit oder sogar Exporte. Der derzeit noch niedrige
Preis wird deutlich steigen. Auch China verstärkt seine Erschließung
von unkonventionellen Gasvorkommen und damit die Bemühungen um
Autarkie. Im Reich der Mitte wird allein der Bedarf an
konventionellem flüssigen Erdgas (LNG) bis 2030 um 41% ansteigen.

Russland und China nähern sich an

Mit Russland und China werden in den kommenden Jahren zwei
Schwergewichte der Öl- und Gasförderung stärker zusammenfinden. Der
Fertigstellung der Eastern Sibiria-Pacific Ocean Pipeline werden
Joint Ventures von Unternehmen beider Länder folgen, auch andere
asiatische Länder verstärken ihre energiespezifischen Beziehungen zu
Russland. Zudem streben asiatische Staatsunternehmen vermehrt den
Einstieg bei internationalen Energiegiganten an. Den Anfang machte
die südkoreanische KNOC, andere werden folgen.

Klassische „Ölstaaten“ geraten ins Hintertreffen

Problematisch ist die Situation im Nahen Osten: Trotz
Rohstoffreichtum droht vielen Staaten eine Verknappung der
Gasversorgung, was unter anderem mit der Subventionspolitik vieler
Regierungen zusammenhängt: die Unternehmen exportieren lieber
dorthin, wo sie höhere Preise erzielen können. Zudem fehlen
vielerorts notwendige Investitionen in die Infrastruktur.

Kein aktives Interesse an alternativen Energien

Das Thema alternative Energien gewinnt zwar stetig an Bedeutung
und ihr Anteil nimmt zu. Unabhängig davon sind die mittelfristigen
Zukunftsaussichten für fossile Energieträger weiter glänzend. Die
Folge ist, dass sich die Öl- und Gasunternehmen auf ihre
Kernkompetenzen beschränken (können) und das Feld der alternativen
Energien kleinen Spezialisten überlassen.

„Trotz guter Aussichten ist die internationale Öl- und Gasbranche
von der immer aufwändigeren Erschließung und Förderung entsprechender
Vorkommen über die Deckung des rapide steigenden weltweiten Bedarfs
bis hin zu politischen Diskursen und dem Risikomanagement gefordert.
Diese Herausforderungen kann sie nur bewältigen, wenn die einzelnen
Unternehmen bereit sind, Partnerschaften einzugehen. Große
internationale Konzerne, nationale Öl- und Gasgesellschaften sowie
Politik und Öffentlichkeit sind die Player in einem Prozess, der
immer mehr Kooperation und Abstimmung verlangt“, schließt Hans Günter
Wolf.

Eine Zusammenfassung des Reports finden Sie unter
http://www.presseportal.de/go2/Report21022011 zum Download.

Ende

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Tel: +49 (0)89 29036 8825
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Kurz-URL: http://www.88energie.de/?p=352123

Erstellt von an 21. Feb 2011. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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