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BUND veröffentlicht Jahresbericht 2014. Auch im 40. Jahr seines Bestehens erfolgreicher Umweltschutz: Fracking-Gesetz wurde auf Eis gelegt, Widerstand gegen TTIP-Abkommen wird stärker





Auch im 40. Jahr seines Bestehens ist der Bund für
Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiter gewachsen. Gegründet
am 20. Juli 1975 im bayerischen Marktheidenfeld gehört der BUND heute
mit rund 540000 Mitgliedern und Förderern zu den größten deutschen
Umweltverbänden. 2014 stieg die Zahl der Unterstützer gegenüber dem
Vorjahr um rund fünf Prozent. Bei den Einnahmen legte der Verband um
acht Prozent zu und konnte 2014 mehr als 21 Millionen Euro für den
Umwelt- und Naturschutz ausgeben.

„Wenn wir Versäumnisse beim Schutz von Umwelt und Natur
kritisieren, um die Politik zu Kursänderungen zu bewegen, brauchen
wir eine möglichst breite Unterstützung durch die Bevölkerung.
Deshalb freut mich der wachsende Zuspruch für uns“, sagte der
Verbandsvorsitzende Hubert Weiger bei der Vorstellung des
„BUND-Jahresberichts 2014“.

„Nicht nur in Deutschland, auch im internationalen Netzwerk von
Umweltverbänden Friends of the Earth gestalten wir die Klima-,
Agrar-, Verkehrs- und Energiepolitik mit. Neben unserer Arbeit zu
klassischen Naturschutzthemen wie die Bewahrung der Artenvielfalt
bringen wir uns immer wieder in aktuelle politische Debatten ein.
Damit leisten unsere vielen Tausend ehrenamtlich und hauptamtlich
Engagierten Jahr für Jahr ihren Beitrag zur Modernisierung von
Wirtschaft und Gesellschaft, für die Weiterentwicklung des
Rechtsstaats und der Demokratie“, sagte Weiger.

Dem langjährigen Engagement unter anderem vieler ehrenamtlicher
BUND-Gruppen sei es beispielsweise zu danken, dass die umstrittene
Gasfördermethode des „Fracking“ bisher in Deutschland nicht per
Gesetz erlaubt worden sei. Der BUND-Vorsitzende hob auch die Arbeit
seines Verbandes in der vor einem Jahr installierten
Atommüll-Kommission von Bundestag und Bundesrat hervor. „Ein
generelles Exportverbot für Atommüll und die Gründung eines neuen
staatlichen Unternehmens für die Atommülllagerung rücken in greifbare
Nähe“, sagte Weiger. „In dem ihr noch verbleibenden Jahr muss die
Atommüll-Kommission Vorschläge erarbeiten, wie gegenüber dem
geltenden Standortauswahl-Gesetz Beteiligungsmöglichkeiten und
Rechtsschutz deutlich gestärkt werden können“, forderte der
BUND-Vorsitzende.

Weiger warnte davor, im Schatten globaler Krisen die Probleme des
Umwelt- und Klimaschutzes zu vernachlässigen. „Das Löschen brennender
Kriegsherde, akzeptable Lösungen für Griechenlands Probleme oder die
Verhinderung von Flüchtlingsdramen im Mittelmeer sind enorm wichtige
Aufgaben. Zu den Ursachen von Kriegen und globalen Krisen gehören
immer auch der Raubbau an natürlichen Ressourcen und die
Vernachlässigung des Umweltschutzes. Deshalb ist es inakzeptabel,
dass die Bundesregierung den Klimabeitrag für Kohlekraftwerke
gestrichen hat und so den Abschied von fossilen Energien
hinauszögert“, sagte Weiger.

Der BUND-Vorsitzende kündigte an, dass sich sein Verband in den
kommenden Monaten verstärkt dem geplanten amerikanisch-europäischen
Freihandelsabkommen TTIP widmen werde. „Unter dem Deckmantel eines
fragwürdigen Wirtschaftswachstums drohen bewährte Umwelt- und
Verbraucherstandards ausgehöhlt und demokratische Rechte ausgehebelt
zu werden“, sagte Weiger. Als einer der Träger der von vielen
Verbänden selbst organisierten Europäischen Bürgerinitiative, die
inzwischen von über zwei Millionen EU-Bürger unterzeichnet worden
sei, werde sich der BUND weiter für den Stopp der TTIP-Verhandlungen
einsetzen.

Den BUND-Jahresbericht 2014 finden Sie im Internet unter:
www.bund.net/jahresbericht

Pressekontakt:
Dr. Norbert Franck, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim
BUND, Tel. 030-27586-489 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher,
Tel. 030-27586-425/464, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

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Erstellt von an 16. Jul 2015. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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